jetzt treten, ist Aufhören des JnnungsweseNS und U»bcrgang zum eigentlichen Gemeinwesen.
Geregelte verständige Zreyheit ist das Element,in dem der Mensch sich am vollkommensten cntwi,ekelt. Es gibt zwei) Hauptzweige der Freyheit, dieinnere und die äußere; jene ist die Denk- und Ge,wissensfrcyheit, diese die politische und bürgerliche.
Zur jene, die Denk, und Gewissensfreyheit,fegte Jesus, neben reinem Begriffen von det Gott/heit, helle Lichtfunken als Grundstoff in den Schoostder Menschheit nieder. Aber dieser Grundstoff bliebJahrhunderte lang bloß langsamer Gährungsstoff; diewilde Zeit der Völkerwanderungen umhüllte das auf/gegangene Licht, und ließ es nur langsam stch wiedererhellen. Allein der Zunder war da, und von Zeitzu Zeil loderte er bald hier, bald dort auf, bis endlich die Zeitderselben gekommen war. Die Waldenser im ratenJahrhundert, Wiclef im i4ten, Huß, der edle Mär/tirer seiner Lehre, im r^ten Jahrhundert warenVorboten dessen, waS^ werden werde. Erst im r6tenJahrhundert griff die Wahrheit allmächtig um sich,und rasch und kräftig trat die Denk, und Gewis,sensfrepheit im Kampf auf; es ward ein langer, blu,tiger, zerstörender Kampf des Lichts wider die Jin/sterniß; aber oben blieb die Wahrheit, aller krampf/hafter Ausbrüche der Finsternis) ungeachtet, die Ge,Wissens, und Denkfrepheit ward erkämpft. Hatten die