Sammlung“ als (fingierte) Quelle an. Es gibt ein „Siebmacher’sches Wappen-buch“, welches aber keinen „17.“ Band hat! Das „Wappen“ steht mit allenheraldischen Regeln in krassestem Widerspruch; sowohl aus der Skizze, alsaus der Orthographie des Textes geht hervor, dass der Autor völlig ungebildetwar. Ob die Angabe, dass Conrad Benedikt Kneer 1619 Syndikus und späterBürgermeister in Koburg war, stimmt, würde wohl durch eine Anfrage bei demMagistrat daselbst leicht festzustellen sein.“
Die Nachforschungen in Koburg haben die Ansicht von Prof. Hildebrandtjedenfalls insofern bestätigt, als dieselben nach den Mitteilungen des Magistratsder Herzogi. Residenzstadt ein durchaus negatives Ergebnis hatten. —
Wenn an anderer Stelle die Ueberlieferung besteht, das fragliche Wappenrühre von einem ehemaligen Bürgermeister Kneer her, dem es die Stadt Frank-furt verliehen habe, dann wird man nach dem Vorgesagten wissen, was davonzu halten ist.
2. Auch ein weiteres „Familienwappen“, das mir von Herrn J. Chr. Kneerin Strassburg i. E. freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurde, muss hierausscheiden: es zeigt einen goldenen Greif im schwarzen Felde und trägt dieBezeichnung: „Kneer stammt aus dem österreichischen Adel“; entnommen istes einem in Biberach bei Ulm hergestellten Wappenbüchlein. Auch diesesWappen hat sich, wie mir der vorgenannte Herr mitteilt, als unecht heraus-gestellt: es ist eine Fälschung nach dem Wappen „Der Knorr(en)“; wie dennauch eine Anfrage beim K. K. Adelsarchiv in Wien ein völlig negativesResultat hatte.
Die Mitglieder der Familie werden, denke ich, diese Enttäuschungen zuverschmerzen wissen.
3. Was es mit einem Wappen auf sich hat, das Siebmacher im Abdruck1734 als Wappen der Familie Knör aufweisen soll, habe ich nicht fest-stellen können.
2.
Chronologische Zusammenstellung.
| Tnter dieser Rubrik gebe ich (bis 1802) die Auszüge aus den^ Quellen, sowie gleichzeitig eine Uebersicht über die älteren Daten.Hier ist auch der Rohstoff niedergelegt, den ich mangels Aufklärungdes verwandtschaftlichen Zusammenhanges im Texte und den Stamm-
40
f