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Diese Gegend auch war's, wo im Jahre 772 n. Chr. Karl derGrosse das Heiligtum der Sachsen, Irminsul, die Säule die dasWeltall trug 1 ), mit rauher Hand zerstörte, während Bonifacius,der Apostel der Sachsen und Hessen 2 ), schon um 724 3 ) bei Geis-mar — zwischen Wildungen und Fritzlar — die Eiche gefällthatte, die dem herrlichsten der Deutschen Götter, Donar,geweiht war. Da hat gar mancher Verehrer des Gottes dieFaust am Schwertknaufe gehabt, um das Unterfangen desAngelsachsen zu rächen — doch erkrachend stürzte der gewal-tige Baum zur Erde und mit ihm für immer Donar, der Ham-mergewaltige Donnerer.
Noch lange werden die Vorfahren freilich den hilfreichenGott, der ihr Werk bisher gesegnet, verehrt haben, denn ver-hältnissmässig recht spät erst tritt uns die Hallenberger Gegendin den kirchlichen Urkunden entgegen : im Jahre g 58 schenkenzwei Brüder, Walfrid und Humfrid, dem Kölner Severinstiltihr Alode und die Kirche zu Kaltenkapellen und weisen dieserverschiedene Renten zu, darunter solche zu Frilenchusen (west-lich von Brunskappel) und Zussena 4 ), in allernächster Nähevon Hallenberg.
1 ) Cf. Monum. Germ. Hist. SS. II, p. 67G.
2 ) Cf. Monum. Germ. Hist. SS. II, p. 342 § 18 : Similiter et iuxt^ fines SaxonumHessorum populum paganicis adhuc ritibus oberrantem a daemoniorum.captivitate liberavit.
s ) Ibid. pp. 343-4.
4 ) Lacomblet, Urk.-Buch, I, no 104, der die Ortschaften nicht identificierthat. In den Akten wird Züschen, das nicht mit dem Züschen bei Wildungenverwechselt werden darf, auch Zuschenau, Züschenau genannt. — Auf unserZüschen bezog Seibertz, Urk. Buch , III, p. 415 auch eine Stiftung Geriks —predium suum in tuscene — an die Abtei Werden, doch ist es besser,mit Kötschke, Urbare der Abtei Werden, I, p. 161 an Tuschen bei Werden zudenken. — Der Wechsel von t und z soll Euch hier daran erinnern, dass wiruns auf der Grenzscheide zwischen dem Niederdeutschen-Sächsischen unddem Hochdeutschen-Hessischen befinden, wie ja denn auch Hildebrink-