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Parentalia : Grundlagen zu einer Geschichte der Bangen
Entstehung
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anvertraut wurde, den Sinn für die Wissenschaft, die Keimeeiner edleren Bildung zu wecken und zu nähren. UnsereFacultät, welche lange Zeit hindurch Zeuge Ihres gesegnetenWirkens und Ihrer Verdienste war, glaubte sich selbst zuehren, indem sie vor nun fast sieben und zwanzig Jahren Siedurch ein Ehrendiplom in die Zahl der ihr angehörendenDoctoren aufnahm. Auch Sie, ehrwürdiger Herr werden eineliebe Rückerinnerung an jenen Tag, den 2 ten September 1821,bewahrt haben, an welchem eine Abordnung der würdigstenMitglieder unserer Universität, Ihre Freunde und Verehrer,dieses Zeichen freudig dargebrachter und längst verdienterAnerkennung Ihnen überreichte. Nehmen Sie daher an demheutigen Jubelfeste Ihres geistlichen so würdig geführtenAmtes auch von unserer Facultät, welche sich eben so wie dieKirchlichen Körperschaften durch ein Band gemeinsamenStrebens mit Ihnen verbunden fühlt, die wärmsten und auf-richtigsten Glückwünsche an. Möge die Wissenschaft, welcherSie sich von früher Jugend an gewidmet, für deren Pflege undAusbreitung ') Sie im kräftigen Mannesalter mit so glücklichemErfolge gewirkt haben, auch jetzt und künftig noch IhreMussestunden mit ihrer Weihe schmücken und verschönen.

*) Besondere Verdienste hatte sich J. H. Chr. Bang auch dadurch er-worben, dass er im Jahre 1802 die « Öconomische Lesegesellschaft inOberhessen » ins Leben rief, deren erster Praesident der damalige Reg.Rat F. von Schenk wurde, während der Ordensrat Schönhals, Savigny,Procurator Wetzel und Bang als Districtsdirectoren fungierten. Nach dererhaltenen Korrespondenz muss diese Gesellschaft lange Jahre hindurchgrossen Segen gestiftet haben, indem sie besonders die Landgeistlichkeitin Stand setzte, die neuste wissenschaftliche und belletristische Literaturkennen zu lernen. Statuten auf der Univ. Bibi, zu Marburg.