Rümmer aus, weil ich noch unversorgt war undmir selbst noch nicht zu helfen im Stande war.Sie glaubte, daß ihr Tod meinem Studieren Hinder-nisse machen würde. An einem Tage, da sie amkränksten war und ihr Ende erwartete, reichte siemir die Schlüssel zu einem, in ihrem Schlafzimmerstehenden Rofser und befahl mir, eine darin liegendeSumme Geldes, welche sie zur Bestreitung derRosten bei meinem Studieren aufgehoben hatteund etwa bis 2000 Reichstaler betragen
mochte, daraus zu nehmen, sie einem meinertreuesten Verwandten in Verwahrung zu tun undzu meinem Nutzen zu brauchen. Gerührt vondiesem so großen Zeichen ihrer treuen Zärtlichkeitund Sorgfalt wollte ich dieses Geld nicht nehmen,so sehr sie mir auch zuredete. Sie befahl daraufmeinen Brüdern, diese Summe für mich alleinliegen zu lassen, und es wurde ihr auch gehorsamversprochen. Endlich besserte es sich mit ihr wieder.Ich reiste deswegen im November, da sie außeraller Gefahr war, wieder nach Dortmund undwurde auf die oberste Rlasse gesetzt.
Bis auf diese Zeit war ich noch unentschlossen,ob ich das theologische oder medicinische Studiumwählen wollte. Da ich aber zum letzteren etwasmehr Neigung hatte, und in der Hharmacia ziem-lich erfahren war, indem ich sowohl in der Apothekemeiner Mutter, in welcher mein ältester Bruderdie Direction hatte, als auch in der Apotheke
so