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Des Jobsiadendichters Carl Arnold Kortum Lebensgeschichte
Entstehung
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nommen, da sie sonst die Lehrer der obersten oder2. Klasse waren. Unsere Beschäftigung in dieserZ. Klasse bestand darin, daß wir Ovickis tristia undden ckulius Oaosar ox tempore übersetzen wußten.Im Griechischen mußten wir das neue Testamentvornehmen. Pilger las zugleich über GrosseriTheologie und über Zopfens Universalhistorie,pofmann aber gab in der Logik nach Baumeisternund in der Beredsamkeit über Gottscheds Vor-übungen Unterricht. Ich lebte sehr vergnügtund nahm in den Wissenschaften merklich zu. ImSommer des Jahres 5765 bekam meine Mutterdie damals in Mülheim herrschende Dysenterie.Zch reiste also zu ihr. Da ich sie zärtlichst liebte,so wich ich, während der ganzen Krankheit, welchesehr heftig war und lange anhielt, nie, weder beiTage noch bei Nacht von ihrem Bette und es warsonderbar, daß, da alle im paus mit dieser Krank-heit belastet wurden, ich der einzige war, welcherganz und gar frei blieb. Ich schreibe dieses haupt-sächlich dem häufigen Genuß der reifen Pflaumen zu,welche ich täglich, besonders des Morgens, vonden im Garten stehenden Bäumen pflückte, ob-gleich die Arzte selbige damals noch für ungesundausschrieen. Meine mehr als genaue Sorgfalt inAufwartung meiner kranken Mutter schaffte mirden Vorteil, daß ihre zärtliche Liebe gegen michseit dieser Zeit noch merklicher zunahm. Zn ihrerschweren Krankheit machte dieses ihren meisten

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