nach solchen, worin Erzählungen vorkamen. DieFabeln Esops, der Reinicke Fuchs, die Geschichtedes gehörnten Tiegfrieds und die Begebenheit mitFortunati Wünschhütlein, die Historie von denH Haimonskindern, den Kaiser Gktavianus, derGenofeva, der schönen Helena, machten meineHauptlection und nebst den Schulbüchern meineBibliothek aus. Da ich überall, wo ich konnte,Bücher entlehnte, so waren zuweilen solche darunter,welche man sonst höchstselten antrifft. To weißich z. B. noch sehr wohl, daß ich einmal ein voll-ständiges Exemplar des alten Teuerdanks geliehenbekam. Es würde damals dieses seltene Buch fürwenig Geld zu kaufen gewesen sein, ich habe nach-her danach wieder gefragt, es war aber nun nichtmehr vorhanden. Auch verschiedene alte, höchstrare Ehroniken und andere Bücher, deren Selten-heit ich erst nachher habe kennen gelernt, bekamich auf diese Weise als Rind zu lesen.
To schlecht übrigens die Schule beschaffen war,so legte ich doch darin den ersten Grund in derlateinischen Sprache, so daß ich im 9. Jahr schonviele Vokabeln auswendig wußte und declinierenund conjugieren konnte. Weiter hatte es der Schul-meister selbst nicht gebracht und er konnte michalso nicht viel mehr lehren. Im Sommer desJahres ließ mich nach vielen Bitten meine
Mutter eine Reise nach Bochum tun, um meineGroßmutter mütterlicher Seits nebst den anderen
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