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Einquartierung und Contribution gelohnet, daß es einen Stein hätteerbarmen mögen; bin dadurch um alle meine Lebensmittel kommenund ausgesogen worden. Der Höchste ergötze mich und die Meinigen"— so schließen seine Aufzeichnungen — „wie auch alle anderen meinelieben Mitchristen, die ebenmäßig hierunter viel erlitten, ihres zeit-lichen Schadens und Verlusts, wo nit allhie in diesem Leben voll-kommentlich, so geschehe es doch in jener Welt mit ewiger Freud underwünschter Seligkeit. Amen!"
Ueber Holls spätere Lebensschicksale ist nichts mehr bekannt.Die Legende seiner vollständigen Verarmung kann jedoch nach Buffseingehender Forschung in den städtischen Steuerbüchern^) heute nichtmehr aufrecht erhalten werden. Danach wohnte Holl in seinemeigenen Haus in der Schongauer- (jetzigen Kapuziner-) Gasse undzahlte in den letzten Jahren seines Lebens regelmäßig 3 fl. Steuer.
Gestützt auf die Angabe des Schlnßabsatzes der Selbstbiographienahm man früher das Jahr 1637 als das Todesjahr Holls an. Derneuerlich aufgefundene Grabsteins deutet jedoch auf eine spätere Zeithin. Die Inschrift desselben lautet:
1646. 6. January starb der Erbar Elias Holl,Statt-Werkmeister allhie, dem Gott gnedig seh.
^.ruro 1608. 30. January starb die Erbar Maria Burk-hartin, sein liebe eheliche Haußfraw, die gebar ihm 8 Kinder,der Gott gnedig seh.
/eniro 1635. 21. November starb die Erbar RosinaReischlerin, sein liebe Haußfraw, die gebar ihm 13 Kinder,der Gott gnedig seh.
Allein du lieber Herr Jesu ChristMein einiger Trost und Hoffnung bist,
An Dich glaubt ich, Hab Dir vertraut,
Derhalb hie und dort ewig wol gebaut.
0 Zeitschr. S. 225.
2) Das Grab befindet sich in dem protestantischen Friedhof, an der westlichenMauer Nr. 123, wo Holl 1837 ein Denkstein gesetzt wurde. Die ursprünglicheGrabplatte mit der alten Inschrift ist in dem nördlichen Rathausturm an der Treppe,die von dem Vorsaal des ersten Stockes zum goldenen Saal führt, in den Pfeilerzwischen den beiden Fenstern eingemauert.