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auf die Mitglieder des genannten Vereins beschränkten Leserkreisesgelangt ist>).
Zum Verständnis für nicht Augsburger Leser bemerke ich noch,daß die von mir an den Rand beigefügten römischen Ziffern undarabischen Zahlen die heutzutage geltende Häuserbezeichnung repräsen-tieren.
Die Veröffentlichung der Hauschronik rechtfertigt sich — abge-sehen von ihrem kulturgeschichtlich wertvollen Gehalt — schon durchdie Bedeutung der Hauptperson derselben. Kein heimischer Künstlerlebt in gleicher Stärke im Volksmunde seiner Vaterstadt fort wieElias Holl. Das Augsburg des 17. Jahrhunderts ist im wesentlichensein Werk, aber auch das heutige Stadtbild trägt noch zum großenTeil die Züge seiner künstlerischen Eigenart. Durch ihn vollzog sichin einer Schnelligkeit und Siegesgewaltigkeit, für die die gesamteKunstgeschichte kein zweites Beispiel aufzuweisen hat, die Umwandlungder Gotik in die Renaissance.
Die Holls waren eine alteingesessene Maurer- und Baumeister-samilie. Schon des Elias Urgroßvater, Jakob Holl (gestorben 1487),war Maurermeister wie sein Sohn Sebastian (st 1545) und seinEnkel Johannes, der Vater von Elias Holl. Des Johannes beideFrauen beschenkten ihn mit einer stattlichen Kinderschaar: 13 Söhnenund 7 Töchtern. Man wird von wahrer Ehrfurcht für den ehrlichenAlten ergriffen, wenn man in dem von ihm niedergeschriebenen Teilder Familienchronik liest, mit welch herzlichen Ausdrücken er die An-kunft eines jedem ihm von der lnben Hausfrau neu geschenktenKindes anmerkte. So heißt es z. B.: „am Montag nach St.
') Leider hat es sich Herr Professor Or. Wilh. Vogt, dem wir die Ver-öffentlichung jener Textvcrbesscrungen (in der „Zeitschrift des Histor. Vereins fürSchwaben und Neuburg" 1884) verdanken, nicht versagen können, bei dieser Ge-legenheit und auch in seiner Biographie des Elias Holl (Bayer. Bibliothek Bd. 7)mich wegen meiner ersten Ausgabe persönlich anzugreifen, wozu wirklich keinAnlaß vorlag, da mir siir jene eine ältere und bessere Handschrift nicht zur Handwar; diejenige Handschrift, der Vogt die Textverbesserungen entnahm, ist erst nachmeinem Weggang von Augsburg (187S) aufgefunden worden.