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H. Degering.
nicht vor. Dirck, welcher noch 1497 eine Renten Stiftung seinesBruders mit beurkundet, scheint unverheiratet gehlieben und ohneKinder verstorben zu sein. Nach Fahne erbte er die Güter seinerMutter im Zutphenschen, die nach seinem Tode auch auf Gosswinübergingen. Eine Urkunde des Münstersclien Staatsarchivs 1 erwähntals solches Gut, mit welchem Bertha von Raesfeld, Bitters Frau,von Heinrich von Wisch als mit einem Zutphenschen Lehen 1434belehnt wird, das Erbe und Gut Herneking. Wenn Gosswin, wassich nicht erkunden und ausmachen läßt, noch selbst in den Be-sitz dieser Güter gekommen sein soll, müßte Dirck zwischen 1497und 1503 gestorben sein.
Bitter II. muß im Jahre 1445/6 gestorben sein, da in diesem JahreGosswin vom Bischof Heinrich von Moers nach dem Zeugnis derobenerwähnten Urkunde des großen Mühlenprozesses mit derBocholter Mühle belehnt wird. Eigentümlich ist es, daß dieseMühle von den Middagten ausdrücklich von dem Verkauf an denHerzog Adolf ausgeschlossen wird, da sie doch niemals zu denErbgütern der Frau Bitters II. von Raesfeld gehört haben kann,weil vielmehr bereits Bitter I. dieselbe 1386 laut einer Urkundevom 16. September dieses Jahres 2 von Wilhelm von Ulttgenannt von der Schwanenburg gekauft Hatte, und Johann vonRaesfeld, wie aus der obigen Belehnung hervorgellt, dieselbe niein Besitz gehabt hat. Gosswin muß zur Zeit des Todes seinesVaters noch sehr jung gewesen sein.
Gosswin von Raesfeld war der einzige, welcher den OstendorferZweig des Raesfeldschen Hauses legitim forterhielt. Vermählt warGosswin seit 1461 mit Berta von Hoemot, der Tochter von Johannvon Hoemot und Agnes von Culenborch. Die Ehe war mit vielenKindern gesegnet. Fahne nennt deren 12. Gosswin und seineFrau waren der Kirche sehr zugetan, wofür wir mancherlei Zeug-nisse in Stiftungen haben. Wir haben bereits erwähnt, wie erbei der Begründung des Observantenklosters Dorsten beteiligt war.Zum Andenken daran stiftete er 1499 ein Meßbuch, in welchemauf dem 1. Blatte das, was er für das Kloster getan hatte und
') Münster. Staats-Arch.: Famil.-Arch. Raesfeld. Urk. v. 13. Juli 1434.-) Münster. Staats-Arcli.: Stadt Bocholt, Urk. Xo. 9. u. Reigers: Beiträgez. (fesch, d. Stadt Bocholt. S. 433. Urk. 7.