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Gottfried von Raesfeld : sein Geschlecht, sein Leben und sein Testament ; ein Beitrag zur Geschichte des westfälischen Adels
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Gottfried von Raesfeld.

was er an jährlichen Leistungen für dasselbe hinfort zu gehen sichund seine Erben verpflichtet hatte, eingetragen und verzeichnetwar. Auch dem Observantenkloster in Brühl haben Gosswin undseine Frau viel Zuwendungen gemacht, da das Nekrologium 1 ihrermit folgenden Worten zum 4. April Erwähnung tut: "Habeaturmemoria Domini Gosswini de Raesfeld et Dominae Berthae deHoemot 2 3 4 ejus tune conjugis, qui fuerunt fratrum nostrae familiaespeciales benefactores, ex parte quorum hic conventus et singuliconventus nostrae Provinciae tarn in vita quam in morte bonameleemosynam acceperunt anno 1503.' Von den Kindern Gosswinstraten nicht weniger als 5 in den Ordensstand ein, von denenBernhard, gleich seinem Onkel Bitter (Antonius) in den Obser-vantenorden und zwar in das Kloster zu Dorsten eintrat, wo eram 12. Oktober 1533 8 starb. Bitter jedoch, nach Fahne derälteste, kann nicht gut geistlich geworden sein, denn 1524 wirdseine Witwe mit Namen Gertrud urkundlich erwähnt*, und mitseinen nachgelassenen Kindern Jülirt Arndt von Raesfeld, der VaterGottfrieds, einen Prozeß über den Buschkamp bei Billerbeck, denBischof Friedrich, der sich schon der Witwe angenommen hatte,zu Gunsten der Kinder Bitters 1531 entscheidet. Die Namendieser Kinder nennt uns die Urkunde leider nicht. Eigentümlichist es aber, daß weder der genannte Bitter noch ein anderer freilichnur von Fahne genannter Sohn Wilbrandt an dem oben erwähntenMühlenprozesse der Erben Gosswins von Raesfeld gegen die StadtBocholt teilnehmen. Die Entscheidung dieses Prozesses zu Ungunstender Raesfelds erfolgt 1509. Die übrigen weltlichen Söhne warenJohann, Gosswin, Reiner und Arndt. Von diesen ist Arndt der VaterGottfrieds und des Bischofs Bernhard. Auf ihn vererbte Gosswindas in dem Jahre 1480 von der Frau von der Horst erworbene Haus 5 *Hamern mit allem Zubehör. Johann erhielt Ostendorf, ReinerLüttgenhof in der Veste Recklinghausen und Gosswin Embte. Wirverfolgen hier auch diese Zweige nur ganz kurz.

9 Virnich: Annalen d. hist. Vereins f. d. Xiederrliein. 34 (1879) S. 108.

' 2 ) Virnich liest falsch Homoei.

3 ) Evelt: Westf. Zeitschr. 24 (1879) S. 187.

4 ) Münster. Staats-Arch.. Mscr. T 22 fol. 10.

5 ) Urk. v. 24. Juli 1480: Münster. Staats-Arch.

Kopie.

Mscr. II 19. S. 154.