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H. Degering.
(oder Schwiegervater?) Johanns, durfte sich, wenn auch der Bischofvon Utrecht der Lehnsherrschaft über diese Provinz noch als zuRecht bestehend anerkannt wurde, doch tatsächlich als unabhängigenHerrn von Drente ansehen. 1 Im Jahre 1392 begann ein offener Streitmit dem Lütticher Domkapitel, als dieses Reinhold seines Anteils ander Groninger Burggrafschaft verlustig erklärte. Bei der Bischofs-wahl 1393 nach dem Tode des Bischofs Florenz von Weveliuck-hofen trat Reinhold vergeblich für seinen Vetter Rutger von Bronk-horst ein. Das trug ihm die Feindschaft des gewählten BischofsFriedrich von Blankenheim ein, der sich nun bemühte, die bischöf-lichen Rechte an der Herrschaft Coevorden sobald als möglichdurch Zurückerstattung der Pfandsumme, die Reinbolds Vorfahrendafür gezahlt hatten, wieder geltend zu machen, Im Jahre 1394hatte Friedrich die Summe zusammen und bot den Wiederkaufan, den Reinhold natürlich ablehnte. Damit war der Kampfunvermeidlich geworden. Hier scheint nun Johann von Raesfeldzu früh in den Kampf eingegriffen zu haben. Fahne 2 führt auseiner alten Chronik, die mir leider nicht bekannt ist, an, daßJohann van Raesfeld 1394 dem Bischof von Utrecht Fehde angesagthabe, worauf der Bischof ins Münsterland eingefallen sei undOstendorf geplündert habe, wo Bitter von Raesfeld, sein Vater,w T ohnte. Diese Nachricht trägt den Stempel der Wahrheit offen-sichtig an sich und verdient in dieser Form mehr Glauben alsdie, in der sie bei Schaten 3 angeblich nach einer Münsterischen
') Vergl. Bloch: Geschichte der Niederlande. Bd. 2. (1905) S. 239.
' 2 ) Fahne: Die Herren und Freiherren v. Hövel 1 2 . S. 146. 1394:Jan van Baesvelt, Bitter, segt den Krieg an den Bischop van Utrecht,daerop valt den Bischop in Munsterlandt, plondert Ostendorp, alwaer Bittervan Baesvelt, parens Johannis voont.
3 ) Schaten: Annales Paderborncnses. II. S. 450.: Ac quamvis praedo-mim praedandique libertas severis legibus et poenis per Westfaliam, exfoedere Episcoporum ac Principum, interdicta fuerit, non tarnen se eonti-nuit Bittems Baesfeldius, quin cum filio equite, eolleetisque praedonumsociis, extra patrium solum exeurreret in Ultrajectensem dioecesin, rapinisgrassando. Quem e vestigio insecutus Fridericus Blanckenlieimius, Florentiisuc.cessor, praeclarus Ultrajectensis Episcopus, ad Luppiani usque; abacta-que praeda, castrum Ostendorpium expugnatum caustumque intra cineresreliquit; non invito Othone Monasteriensi Episcopo, cui nihil gratius, quamejusmodi praedonum castella subverti. — In den in dem 1. u. 3. Bde.