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Gottfried von Raesfeld : sein Geschlecht, sein Leben und sein Testament ; ein Beitrag zur Geschichte des westfälischen Adels
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Gottfried von liaesfeld.

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Chronik auftritt, wo Bitter und Johann als Straßenräuber 1395in das Gebiet des Bischofs ohne Grund einfallen und von ihmverfolgt, ihre Beute verlieren und Ostendorf müssen in Flammenaufgehen sehen. Hinzugefügt wird, daß sich der Bischof vonMünster gefreut habe, daß wieder solch ein Raubnest beseitigt sei.Die letzte Quelle für diese Nachricht scheint die Chronik 1 Arent’stoe Bocop zu sein, die um 1580 geschrieben ist. Hier wird auchder Fehdebrief mitgeteilt, den die Verbündeten Johanns von Raesfeld’s,"Herrnan dye Bosse, Tiggeman van den Berge, Dirrik Warremsele,Wichger Sonderlant, Bartelt van Heyde, Ghert van der Lyppe,Jan van Goesche, Henderich de Butter, Wessel van den Burrich-garde, Werner van Coelschenbroue, Hugo van Heetwich, Jan vanDicke, 3 dem Bischof schickten. Arent setzt das Wiederkaufs-angebot erst in das Jahr 1395 und kennt auch keinen Zusammen-hang zwischen der Raesfeldschen Fehde und dem Coevorden’schenKriege.

Die Zeitangabe der Münsterschen Chronik (1395) würdevielleicht vor der der Fahne’schen Quelle den Vorzug verdienen,da sich so die Vorgänge naturgemässer gruppieren, doch ist es,da das Anerbieten des Rückkaufes und seine Ablehnung bereitsim Jahre 1394 stattfanden und damit wenigstens latent der Kriegs-zustand eintrat, nicht unmöglich, daß Johann, wie oben ange-nommen, noch Ende 1394 losschlug, ehe der eigentliche Kampfzwischen dem Bischof und Reinhold von Coevorden begonnen hatte.

Eigentümlich ist es, daß die Freunde Heinrich von Gemen,Gisbert von Bronckhorst, der Herzog von Geldern und der Coe-vordener den Raesfelds damals nicht beisprangen. Eigentümlich istes auch, daß der Zug des Bischofs an dem ihm viel näher liegendenRaesfeld vorbei gegen Ostendorf geht, dessen Besitzer der alte Bitteran der Fehde offenbar gar nicht beteiligt war. Das lässt daraufschließen, daß der Bischof den Zug überraschend und ohne Fehde-ansage gemacht hat und sich nach Ausführung desselben ebenso

der Münstcrischen Cfescliiclitsqueilen publizierten Chroniken finde ich dieStelle nicht. Kock, Series episcop. I (1801) S. 116 zitiert für eine ähn-liche Form dieser Nachricht Corfey.

J ) Kronijk van Arent toe Bocop. Uitgiven door het. hist.or. Genoot-scliap te Utrecht. 1860 (= . Codex diplomaticus Ncerlandicus Ser. 2. D 5.)S. 434 f.