Gottfried von Raesfeld.
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ziehen auf sein Zureden, wie er in zwei Briefen 1 an den Kat derStadt meldet, ihre Fehdeansage zurück. Vielleicht ist es nicht zukühn, zu vermuten, dass gerade zu dieser Zeit und bei dieser Ge-legenheit Bitter seine dritte Frau Alith Steck kennen lernte und hei-ratete, denn am 1. Mai 1390 ist er wieder verheiratet, wie aus derEintragung in der Kechnungsablage Joh. Murmans unter diesemDatum hervorgeht. 2 Auch Bitters Schwager Heinrich von Gemenscheint den Dortmundern gegenüber eine wohlwollende Neutralitätgewahrt zu haben. Schon im Beginne der Fehde verwendet sichLübeck bei ihm für Dortmund 3 4 , und nach Schluss der Fehde zahlendie Dortmunder 'sabbato post pasca dornino Hinrico de Gemeneex dono XX fl . 3 4 offenbar für seine wohlwollende Haltung. Auchhier wird Bitter seinen Einfluss geltend gemacht haben. UeberBitters Tätigkeit in der Fehde berichtet auch die WesthoffscheChronik mancherlei, doch werden deren knappe Angaben in manchenPunkten durch die Rechnungsbücher ergänzt und berichtigt.
In eine weitere Fehde wurden die Raesfelds verwickelt durchdie Familie der Frau des ältesten Sohnes Bitters, des Johann vonRaesfeld, dem er, wie wir vorhin sahen, schon in den achtzigerJahren die Verwaltung des Stammhauses Raesfeld übergeben hatte;ob bereits 1381, als Johann seine Frau Roderike van Coevordenheimführte, lässt sich nicht ausmachen. Doch ist die Annahmewahrscheinlich. Durch diese Heirat erwarb Johann Güter im LandeZutplien, wie aus einer Urkunde 5 vom 25. November 1381 hervor-geht, laut welcher er Wilhelm von Jülich, Herzogen zu Geldernund Grafen von Zutplien das Wiederkaufsrecht der seiner Frauverpfändeten Güter gegen 2300 alte Schilde gestattet. Die Familievan Coevorden war eine der mächtigsten und angesehensten derDrenter Landschaft, und Reinhold IV van Coevorden der Schwager
D Mette a. a. 0. S. 224 f.
2 ) Dortmunder Urkundenbuch. II (1890) No. 295 S. 324: Item opsunte Walborge avent worden gedan den kemereren to betalne, dat. devrauwe van Rasvelde, des Biters wif, unde Jliderikes wif van Hamcrcn, hirverterd hadden in der Syborgsclien vart.
3 ) Dortm. Urk.-B. II (1890) No. 220 b. 3.
4 ) Dortm. Urk.-B. II (1890) No. 295 (S. 325).
5 ) Nyhoff: Gedenkwaardigheden uit de Gesckiedenis van Gelderland.III. (1839) Urk. No. 87.