Druckschrift 
Gottfried von Raesfeld : sein Geschlecht, sein Leben und sein Testament ; ein Beitrag zur Geschichte des westfälischen Adels
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

12

H. Dcgering.

Dortmunds 1 bei Bitters Namen eine solche Ausnahme nicht anmerkt..Dafür spricht auch die genauere Gebietsabgrenzung, welche nochgegen der Fehde der Rat der Stadt mit Bitter festsetzen über daszu beraubende Gebiet, das von Bochum bis Oberhausen reicht,also auf der von Münster abgewendeten Seite Dortmunds liegt.Die Raesfelds stellten sich mit 25 Glaiven (Gewappneten) in denDienst der Stadt und stellten ihr zugleich die Häuser Ostendorfund Raesfeld als Stützpunkte für militärische Operationen zurVerfügung. 2 Für diese Hilfe erhielt Bitter 2500 Gulden städtischenSold beim Abschlüsse des Vertrages 3 und 80 Gulden nach Beendi-gung derselben laut Angaben des Dortmunder Rechnungsbuches. 4Daneben verzeichnet dasselbe Rechnungsbuch noch Ersatz fürmancherlei Auslagen. 5 6 7500 Schilde musste ihm der Ritter Hugovon der Horst zahlen, den er bei einem Streifzuge gefangen ge-nommen hatte. Die Westhoffsche Chronik li berichtet die Gefangen-nahme zweimal und gibt beidemale verschiedenes Lösegeld an,zuerst 7 ! / ä Hundert Schilde, dann 7 l / ä Tausend Schilde, ln einemBriefe 7 * vom 28. Oktober 1388 forderte Bitter v. Raesfeld den-selben auf, in Dortmund gemäss seinem Versprechen sich zu stellenund Urfehde zu schwören. Es scheint, dass von der Horst derAufforderung nicht nachgekommen ist, dass Bitter ihn zum zweiten-male fing und nun der Gefangene sich mit dem zehnfachen Betragezur Strafe für seinen Wortbruch lösen musste.

Aber nicht allein im Sattel war Bitter für die Sache der Dort-munder tätig, sondern wir sehen auch, wie er seinen persönlichen Ein-fluss und seine familiären Beziehungen für dieselben in die Wagewirft. Walter Steck, Friedrich van Herdicke, Heinrich van den Lo,Heinrich Steynhus und die Brüder Heinrich und Wessel Sculing

0 Dortmunder Urkundenbuch. II (1890) No. 197.

2 1 Mette a. a. ü. S. 118.

3 ) Dortmunder Urkundenbuch. II (1890). No. 219 u. 547.

*) Mette a. a. 0. S. 231.

5 ) Mette a. a. 0. z. B. 229. 232. 237. 239. 240. 242. u. a. Es ist nichtimmer deutlich, ob Lubbert v. Kechede gen. der Bittere, oder Bitter v. Raes-feld gemeint ist. Einige der Posten sind auch in Murman’s Rechnungs-ablage : Dortm. Urkundenbuch II (1890) No. 295 zu finden.

6 ) Chroniken d. Niederrhein.-westfäl. Städte. 1 (I887j Dortmund, Neuß.

(Chroniken d. deutschen Städte. 20) S. 258 u. 27G.

’) Mette a. a. 0. S. 11(1.