Gottfried von Raesfeld.
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Raesfeld zu einem Armenhause und setzt eine jährliche Lieferungvon Kleidungstiicken und Lebensmitteln für 12 Arme daselbst aus.Vermutlich war das Ganze eine Gedächtnisstiftung für Bitters ersteFrau, Katharina v. Gemen, die Mutter Johanns und Heinrichs.Dahin gehört ferner die Belehnung Bitters mit der BocholterWassermühle im Jahre 1386, 1 2 durch den Bischof Heidenreich,durch welche die Familie von Raesfeld später in einen langwierigenProzess um das Mühlenprivileg mit der Stadt Bocholt verwickeltwurde.
Ausser der vorhin erwähnten Fehde, die Bitter 1372 imBunde mit seinem Schwager Heinrich von Gemen gegen Wennemarvon Heiden 3 führte, haben wir besonders ausführliche Zeugnisse überseinen Anteil an der Dortmunder Fehde 1388 und 1389 3 . DieseFehde begann im Jahre 1388 am 21. März und dauerte bis zum15. November 1389. Bitter war mit seinem Sohne Johann, dem ervermutlich damals bereits die Verwaltung des Hauses Raesfeld über-geben hatte, in dieser Fehde der eifrigste Parteigänger der StadtDortmund, obwohl zu deren Gegnern der Bischof von Münster, seinLehnsherr, gehörte, vermutlich hatte er, wie so viele andere derHelfer Dortmunds, z. B. ‘Job. van Schedelike, Hinrich dey Droyst,Sweder van Schulenborge 3 und andere, den Bischof in dem Fehde-briefe ausgenommen, 4 obwohl das Verzeichnis der Haupthelfer
*) Münster: Staats-Arch. Urk. d. St. Bocholt No. 57. Notariatsinstr.(Urteil) v. 23. Februar 1509. Vergl. Kcigers: Beitr. z. Gesell, d. St. Bocholt(1891) S. 399 ff.
2 ) Diese Fehde war aber wohl nur du Teil der Jülich-Brabanter Fehde,von welcher ein Zusatz der Wolfenbiittler Handschrift der Northof'sehenChronik folgendermaßen berichtet (Tross. S. 3-15): Anno domini MCCCseptuagesinio pritno die octava assumptionis beatae Mariae virginis fuitmaximus conflictus inter duces Brabantiae et Juliacensem, et duci Julia-censi adhaesit Eduhardus dux Gelriac, ubi dux Gelriae fuit vulneratus telogravissime, ita quod post triduum moriebatur et dux Brabantiae fuit captusper ducem Juliacensem una cum multis nobilibus, videlicet dominos Ro-bertum et Lodewicum Namenses comites, et quidam nobiles fuerunt hiucinde deducti ad diversa loca, videlicet dominus de Parius (?) per Stephanumde Zu[i]len et dominus de Garsbecke comes de Pinclinghe (?) per domi-num Hcnricum de Ghemene.
3 ) Vergl. zum Folgenden: Mette: Die große Dortmunder Fehde (Bei-träge z. Gesch. Dortmunds. IV [188GJ.)
4 ) Mette a. a. 0. S. 109 f.