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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
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Da jedoch die evangelische Bevölkerung hartnäckig Widerstandleistete, erfolgte am 3. Dezember 1628 ein neuer Einfall mit 250 Aus-schüssern aus dem Zehent Eltmann, worauf ein Kanonikes von St. Jakobzu Bamberg namens Joh. Küstner vom 14. Dezember 1628 bis Licht-meß 1629 die Walsdorfer Pfarrei versah. Am 18. Februar 1629wurde ein eigener Meßpriester namens Wendler nach Walsdors ge-setzt, während der evangelische Pfarrer I. Leuchsner sich in das herr-schaftliche Schloß zurückzog, wo er noch einige Zeit mit Lehren undPredigten anhielt, bis er endlich der Uebermacht weichen mußte.

Die evangelische Bevölkerung in Walsdorf, Zettelsdorf und Kolms-dorf mit Feigendorf wurde durch Einquartierung bewaffneter Mann-schaft, von welcher manche Häuser zwölf und mehr Mann bekamen,auch durch Wegführen und Gefangensetzen meistenteils gezwungen, demevangelischen Glauben abzuschwören und sich wieder zum katholischenGlauben zu bekennen.

Nachdem nun Veit Christoph von Crailsheim 1630 unterdem Vorwande der Falschmünzerei in Reichsacht erklärt und seines GutesWalsdorf beraubt wurde, entstand für den geistlichen und weltlichenStand eine sehr elende Zeit, bis durch den Westfälischen Frieden 1648die Herren von Crailsheim wieder in den Besitz Walsdors kamenund die Freiheit der Religion gewährleistet wurde. Der letzte MeßpriesterI. Hildenberger räumte im Frühjahr 1649 schweren Herzens Pfarrhausund Kirche zu Walsdorf.

Wolf Bernhard von Crailsheim, der 1649 in den BesitzWalsdorfs kam, konnte aber wegen des ruinösen Zustandes der Gebäudeund Einkünfte und wegen sonstiger verwirrter Verhältnisse die Aemtcrnicht sofort besetzen, weshalb er vorerst durch den damaligen evangelischenPfarrer Pohlig zu Burglisberg den evangelischen Gottesdienst in Wals-dorf verschen ließ, bis er 1651 seinen zu Neuhaus gehabten Geist-lichen Paulus Moller nach Walsdorf berief. Zum Andenken an denwestfälischen Frieden wurde 1748 auf Veranstaltung der Herren vonCrailsheim ein solennes Friedensjubiläum zu Walsdorf gefeiert.

Aber auch nach dem Jahre 1648 kam es noch öfters zu Ein-griffen seitens des Bistumes Bamberg, namentlich in den GemeindenMühlendors und Erlau.

1780 wurde durch mildtätige evangelische Glaubensgenossen zuBamberg eine Siftung für eine Krankenkasse zu Walsdorf zur Unter-stützung kranker bedürftiger Glaubensgenossen errichtet.