Mppenanhof.
Der Wippenauhof an der Distriktsstraße zwischen Flachslandenund Obernzenn, ^2 Stunde vom ersteren Ort entfernt gelegen, wurde 1694durch Johann Albrecht von Crailsheim, aus der Hand seinesSchwiegervaters Groß von Trockau gekauft. Johann Albrecht wohnteteilweise auf dem Wippenauhof und verkaufte ihn am 27. Mai l697an seinen Bruder Hannibal Friedrich für 2000 fl. Dieser Kaufkam jedoch nicht zustande. Johann Albrecht hatte viele Schuldenund mußte deshalb den Wippenauhof hergeben. 1699 bittet er den Mark-grafen zur Abwendung der Exekution, den Wippenauhof für 1300 Thalerzu übernehmen. 1701 wird derselbe für 10 560 fl. von dem BesitzerHauptmann Schwarz an den Markgrafen Georg Friedrich von Ansbachabgetreten. (Rügl. Archiv, II, II, 6.)
Wonfmt und Reinhardswinden.
An Wonfurt und Reinhardswinden bei Haßfurt in Unter-franken hatten die Herren von Crailsheim nur ganz vorübergehendBesitzanteil.
I. Gottfried von der Beck, mit dem 1747 die Familie der Frei-herrren von der Beck ausstirbt, setzte die zwei Söhne des Georg vonSommerau und seiner Gemahlin Charlotte, einer Tochter seiner SchwesterSydonie, geb. von der Beck und deren Gemahl Hannibal Friedrichvon Crailsheim, zu Erben seines Besitzes zu Wonfurt und Reinhards-winden ein. Da nun auch die anderen Kinder der Sydonia von Crails-heim, geb. von der Beck, Ansprüche auf das Erbe machten, entstand einProzeß, welcher 1764 durch einen gütigen Vergleich in der Weise endigte,daß die Herren von Crailsheim ^/is Anteil an Wonfurt und Rein-hardswinden erhielten.
Am 13. Dezember 1764 aber verkaufen die Herren von Crails-heim schon wieder ihren Anteil an den auf 125 000 fl. geschätzten Be-sitzungen an I. Wilhelm, Fr. Christoph und Karl Ludwig von Secken-dorfs für 54687 fl. und 6527 fl. für Mobilien w. Diese Verkaufs-summe, welche bei der Rcichsritterschaft deponiert war, wird zur teilweisenTilgung der Schulden des 1742 gestorbenen Sohnes Hannibal Fried-richs von Crailsheim — Wilhelm Gottfried verwendet.