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Lehensagnaten, wodurch er verhindern wollte, daß Walsdorf und Neu-haus nach seinem Tode verteilt, verkauft, versetzt oder verpfändet würden.
Nach Krasfts von Crailsheim Tode 1705 ging demnach Wals-dorf als Stiftungsgut an die Lehensagnaten der von CrailsheimschcnFamilie über, also an Georg Wolf von Crailsheim und an dieSöhne Johann Ulrichs von Crailsheim, nämlich Hannibal Fried-rich, Julius Dietrich, Johann Albrecht und Wilhelm Friedrich.Nach dem ohne männliche Nachkommenschaft erfolgten Tode GeorgWolfs 1717 erbten die vorgenannten Brüder von Crailsheim dessenAnteil an Walsdorf.
Am 23. Februar 1726 tritt Julius Dietrich seinen Erbteil anWalsdorf an seinen Bruder Hannibal Friedrich ab. Als nun auchWilhelm Friedrich von Crailsheim 1729 kinderlos starb, warnur noch Hannibal Friedrich und seines Bruders Johann AlbrechtsSohn David Friedrich Leopold im Besitz von Walsdorf.
Durch den Familienvertrag resp. Vergleichsrezeß vom 11. Oktober1752, welchen die Enkel Hannibal Friedrichs mit dem SohneJohann Albrechts — David Friedrich Leopold — schloffen,wurden die gemeinschaftlichen Besitztümer in zwei Teile geteilt. Hiebeierhielt die Rügländer Linie ^/i5 Anteil an Walsdorf, während der Fröh-stockheimer Linie "stis Anteil zuerkannt wurde. Diese Anteilsverhältnissesind bis zum heutigen Tage maßgebend.
Schon frühzeitig hatten die Herren von Crailsheim in Wals-dorf, wie auch in den benachbarten Mühlendorf, Erlau und Seehofevangelische Kirchenverhältnisse eingeführt. In Mühlendorf wurde jährlichdurch den evangelischen Pfarrer zu Walsdorf in der eingefallenen Kapellean Kirchweih gepredigt. Auch genoß der Walsdorfer Pfarrer daselbstden Zehent und die Nutzung des Pfarrackers, wie überhaupt das Ein-kommen der Pfarrei Walsdorf aus einem Anteil des Zehent floß, welchervon den früheren Besitzern Walsdorfs der Pfarrei überlassen wurde.
Während des dreißigjährigen Krieges kam es zu bösen Zwistigkeitenzwischen den katholischen und evangelischen Glaubeusgeuosfen. Im Jahre1628 am 8. Trinitatssonntag drangen die Katholiken unter würzbur-gischer Beihilfe in die Walsdorfer Kirche ein, welche sie durch mitge-brachte Zimmcrleute aufsprengen ließen, nachdem der im Schlosse an-wesende Veit Christoph von Crailsheim die Kirchenschlüsseln nichtherausgab. Domvikar Fr. Dürbeck las darauf Messe daselbst und versahdie Pfarrei.