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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
Seite
276
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1533 kauft Wolf andere Lehensstücke von dem freien Mannslehenund Hof zu Walsdorf. (Rügl. Archiv.)

Nach dem Tode Wolfs von Crailsheim am 16. Februar 1556erbte Walsdorf dessen Sohn zweiter Ehe Christoph von Crailsheim,kurpfälzischer Rat und Pfleger zu Tennesberg und Burg-Treschwitz.

Christoph von Crailsheim lebte öfters in Walsdorf und erist es, der im Jahre 1577 den auf einem Kupferstich verewigten Rehbockmit 43 Enden im Walsdorfer Revier erlegte. Als Christoph 1626 starb,ging Walsdorf an seinen Sohn Veit Christoph über. Dieser lebteauch großenteils, so lange er nicht vom Kriegswesen in Anspruch ge-nommen war, in Walsdorf. Da er in schwedischen Kriegsdiensten stundund auch ein eifriger Förderer der protestantischen Sache in Walsdorfwar, wurde er unter dem Vorwande der Falschmünzerei vom KaiserFerdinand 1630 in die Reichsacht erklärt. Es wurden ihm dadurchseine Güter zu Walsdorf und Michelbach konfisziert. Walsdorf wurdedem Grafen von Werdenberg geschenkt, welcher es an seinen Tochter-mann dem General Grafen Adrian von Enkefort, der kaiserlicher undkurbayerischcr Heerführer war und als Feldmarschall 1663 starb, übergab.Veit Christoph mußte daraufhin Walsdorf verlassen und zog zu seinerSchwester nach Schweinfurt, wo er 1632 starb. Er hinterließ zweiSöhne, von denen Johann Erdmann blödsinnig war und ChristophJulius im Alter von 13 Jahren 1637 starb. Erst nach dem West-fälischen Frieden 1648 gelangte Walsdorf wieder in den Besitz derHerren von Crailsheim zurück.

Trotzdem Johann Erdmann erst 1669 starb, so übernahmen dochdie Vettern von Crailsheim neben seinen anderen Gütern auch Wals-dorf nach dessen Rückgabe 1648, da Johann Erdmann so blödsinnigwar, daß er unfähig zu einer Güterverwaltung war. Walsdorf kamdemgemäß an die Söhne resp. Enkel Ernstens von Crailsheim,eines Bruders Christophs — Georg Friedrich sau., Wolf Bern-hard und dem Sohne des 1620 verstorbenen Wolf Ludwig nämlichFriedrich Ernst von Crailsheim. Bei der am 12. Dezember 1649stattgehabten brüderlichen und vetterlichcn Teilung erhielt Wolf Bern-hard von Crailsheim Walsdorf, von dem es nach dessen Tod 1652an seinen Sohn Krafft überging. Krafft von Crailsheim errichtetenun am 8. Februar 1702 zu Ansbach die sogenannte Neuhaus Wals-dorfsche Stiftung, auch durchgehende der Crailsheimschen FamilieErbverbrüderung oder Erb- und Stammvergleich mit Zustimmung der