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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
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das Kirchenvermögen einzog. Um die Reformation einzuführen, nahmder Magistrat der Stadt Hall die Kelche und Meßgewänder der PfarreiOrlach (O.-A. Hall), welches zum Hochstifte Würzburg gehörte undwomit die Herren von Crailsheim belehnt waren, 1540 weg. Um diedeshalb entstandenen MißHelligkeiten mit den Herren von Crailsheimals Patronatsherren zu beseitigen, verkauften dieHerrenvonCrailsheimnach Beendigung des dreißigjährigen Krieges anno 1697 das Patronatan die Stadt Hall (O.-A.-B. Hall 236). So gab es auch auf fast allenanderen von Crailsheimschen Gütern, wo überall die evangelische Religioneingeführt wurde, Widerwärtigkeiten wegen der Reformation, welche allevon den Herrn von Crailsheim siegreich zu Gunsten des evangelischenGlaubens überwunden wurden.

Nachdem die Protestanten im Schmalkaldischen Kriege durch denKaiser besiegt waren, wollte er denselben das sogenannte AugsburgerInterim 1548, welches mit wenigen Zugeständnissen die Rückkehr zumKatholizismus bezwecken sollte, aufzwingen. Dies gelang nur teilweisemit Anwendung von Macht; so leistete namentlich Magdeburg scharfenWiderstand gegen dessen Annahme und wurde diese Stadt zum Sammel-punkt aller Jnterimisten. Als deshalb Magdeburg in die Reichsacht er-klärt worden war, wurde dem Kurfürsten Moritz von Sachsen 1550die Erorberung Magdeburgs übertragen, welche nur teilweise gelang.Bei dem Belagerungsheere befand sich Sebastian von Crailsheim.Dieser Sebastian wie seine Brüder Georg, Hans und Albrechtund seine Schwestern Anna und Barbara — Kinder Sebastians ssu.von Crailsheim — waren eifrige Anhänger der protestantischen Sache,welche sie durch Wort und Tat unterstützten. Sie gingen sogar soweit,daß sie zu Anhängern der von Flacius gegründeten und verfochtenenüberlutherischen Glaubenslehre wurden. Der vertriebene Flacius fandin ihrem Schlosse zu Morstein Aufnahme und Schutz. Es wurden auchauf den Crailsheimschen Pfarrstellen Pfarrer dieser hyperlutherischenRichtung angestellt.

Aber auch die Söhne Sebastians guu. von CrailsheimJulius und Wolf — der Gottselige genannt — und der Enkel Wil-helms von Crailsheim, Hans Philipp und Eccard von Crails-heims Sohn Wolf zählen zu den eifrigen Bekennern und Fördererndes protestantischen Glaubens.

Moritz von Sachsen, dem die Erreichung politischer Vorteile vorder Religion und deren Beschützung gingen, ließ sich auch gegen seine