steint ist", ^uno 1699 kommt vor: „Der Grasboden auf dem Schulers-platz oben am Graben gegenüber dem Kaplaneihaus." Der untere Stockdes Schulhauses hinter der Kirche zeigt noch deutliche Spuren alter Be-festigung.
Wie alt diese Burg ist oder gar wer aus dem Geschlechte derheutigen Freiherren von Crailsheim dieselbe erbaut hat, darüber waltetvollständiges Dunkel und dürste auch wohl nie aufgeklärt werden; inden alten Chroniken wird hierüber nirgends Erwähnung getan, ebenso-wenig über das Alter und der Abstammung des Namens Crailsheim,nur Kaspar Lerch von Dürnstein sagt in seinem „Tractat vom Reichs-Ritterlichen Adels-Herkommen und Freiheit" in unbestimmter Weise: „DerName und der Ursprung der Herren von Crailsheim komme von einemSchlosse Crailsheim genannt, so dermalen ganz zerstört und bei der ander Jaxt gelegenen Stadt Crailsheim vormalen gestanden sein soll." Dochsoviel ist als bestimmt anzunehmen, daß das Geschlecht — der Adel derHerren von Crailsheim — keineswegs erst mit der Erbauung der Burggleichen Namens beginnt, soweit dieses Ereignis auch zurückreichen mag,sondern höheren Alters ist. Die Chrauwils, (uom. xlur.) mußten geradedeswegen, weil sie schon in so früher Zeit aus eigener Machtvollkommen-heit ihre Behausung erbauten und nach sich benannten, längst nicht nurein adeliges sondern auch ein einflußreiches Geschlecht gewesen sein.
Dieses hindert nun gar nicht, daß das Geschlecht der Herren vonCrailsheim später in die Stellung von Ministerialen und Lehensträgernsich begab, wie wir aus der folgenden Erörterung sehen werden.