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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
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selbe nach seinem Namen Chrauwilcshaim — äomioiiium des Chrauwil— benannte, diese Benennung auch auf die Nachkommen dieses Zweigesdes Geschlechtes als neuer Geschlechtsnamen übergehen und forterben, wiesie auch selbstverständlich zum Ortsnamen der dort entstehenden Ansiede-lung werden mußte. Aus diese Weise ist auch am besten und natürlichstendie Herkunft des Namens der „Stadt Crailsheim" erklärt. Das Wappen,das die Stadt Crailsheim heute noch führt, bestätigt die Annahme vor-gcmeldeter Ableitung, es ist nämlich ein Schild mit drei senkrecht ge-stellten dreizinkigen Kreulen — hier Kesselhaken; wie alt das Wappen derStadt Crailsheim ist, kann ich nicht angeben. Der Name der StadtCrailsheim erscheint zum ersten Male in der unechten Urkunde KönigOttos III. 996, wonach Kl.-Amorbach Besitz in Krewelsheim gehabt.(Mcm. ücüo. 31, 262.) Nach alter Aufzeichnung hat Sifried von Witze-lingen, Dekan zu Augsburg, Croelsheim um 1130 an das StiftSt. Moritz zu Augsburg geschenkt. Ganz urkundlich sicher ist hiegegenerst 1178 die Erwähnung als Villa Crowelsheim in Urovmoia, Uran-ocmia unter den Besitzungen, welche Papst Alexander III. dem St. Moritz-stifte zu Augsburg 1178 bestätigte; ebenso 1183 in dem Bestätigungs-briefe Papst Lucius III. (W. U. II, 191, 228; O. A. B. Cr.) und 1232,als Papst Lucius dem St. Moritzstiste in Augsburg bestätigt, daß ervillam Oüuvvölstnzim tu Urovimüs, .llruimouis. mit anderen in seinenspeziellen Schutz genommen habe. (Lang, UsA. dcüo. IV, 738.)

1289 verkauft das Stift Crailsheim an die Grafen von Oellingen.Darauf kam es an die Herzoge Rudolf und Ludwig von Bayern, hieraufan die Grafen von Hohenlohe, welche 1324 ihr Recht an den KaiserLudwig den Bayern und dessen Sohn geben. Die Hälfte davon erwarb1390 der Landgraf Johann von Leuchtenberg, welcher es 1399 an denBurggrafen Johann und Friedrich von Nürnberg verkaufte, welche auchdie andere Hälfte einlösten. So kam Crailsheim an Hohenzollern, woes bis 1800 blieb, wo es mit Ansbach an die Krone Bayern kam.1810 trat Bayern die Stadt Crailsheim an Württemberg ab.

Die alte Burg, wahrscheinlich der erste Sitz der Herren vonCrailsheim, stand zwischen dem alten Pfarrhos und der Stadt-(Herrn)Mühle. 1407 war sie nur noch ein Burgstall, welchen Burggraf Friedrichvon Brandenburg dem Stadtmüller zu einem Garten überließ. Ueberdie Lokalität läßt die Urkunde von 1561, wonach die Stadt die Mühlekaufte, keinen Zweifel; es ist dort genannt ein Garten „ob dem Burg-stall oben auf dem Graben gegen dem Pfarrhos über, der besonders ver-