brauchten Waffen und den damit ausgeführten Taten erhalten, wie z, B.die berühmten Grafen von Bogen, welche nach althochdeutsch Pogo m. —arou8, den sie auch im Wappen führten, zubeuannt worden sind. Esunterliegt auch keinem Zweifel, daß einst ein Ahne des uralten Franken-geschlechtes der Herren von Crailsheim sich in der Führung des altenChrauwil, sei es auf der Jagd, sei es im Kampfe mit dem Feinde, sohervortat, daß ihm der Name seiner gefürchteten Waffe von seiner Um-gebung zuerst gewißermaßen als Ehrentitel beigelegt wurde, um sodannan ihm und seinen Abkömmlingen als wirklicher Name haften zu bleiben.Zur Erklärung des Werkzeuges Chrauwil wolle kurz folgendes bemerktwerden: Die ältesten Berichte vom VIII. Jahrhundert bis in unsere Zeitstimmen darin überein, daß Chrauwil, heute Kräuel, ein eisernes, mit2 — 5 spitzigen, gekrümmten Haken versehenes Instrument war, welchesdazu diente, sowohl einen Gegenstand einfach zu erfassen, als auch nachdemselben zu stechen oder zu werfen, um sich dadurch desselben zu bemäch-tigen; so gab es z, B. Kräuel, um Fleisch anzufassen und aus dem Kesselzu holen, wie folgende Stellen beweisen:
„Die Knaben, der man zur Küchen auch bedarf, die trugen Kröul,die waren scharf." Wigal 8864.
Ferner:
„Krüwel dar men dat Fleis ut den Ketel of Pot treckt" glss. lat.-germ. 254. Diefb.
„Andere Kräuel dienten, wie noch heute der Gär, um Fische zustechen." Trochus M. 5 b.
„Wieder andere, welche meist fünf Zacken hatten, um in Berg-werken Erz in die Körbe zu fassen." (Frischbei nomencl.)
Ferner erscheint es als Marterwerkzeug. Besonders erwähnenswertaber ist die Stelle im „Ring von H. Wittweiler", herausgeg. v. L. Bech-stein in der Bibliothek d. lit. Ver. in Stuttgart XXIII, b. From.-Schmb. I, 1357:
„E das er der Kröl emphant, die seu würfen mit der Hand indie leut und zuchtens an sich pey der heut, da mit seu täten scha-dens viel."
Hier ist unstreitig der Kräuel als Angriffswaffe bezeichnet, welchedem Gegner in den Leib gestoßen oder geworfen wurde.
Natürlich konnte erst, als einer aus dem Geschlechte der Chrauwiloan den Ufern der Jagst, der alten Jagista, seine Burg erbaute und die-