So
io) Endlich muß ick nock erinnern , daßman bey jeder Vermessung sich allemalnach dem Grade ihrer Wichtigkeit verhal-ten müsse. Man muß zu beurtheilen wis-sen , in welchen Fallen es der Mühewerth sey, mehr oder weniger Genauig-keit zu beobachten, und in wie ferneman dadurch unnöthige Mühe und Arbeitersparen könne.
Wenn z. E. ein Feldmesser bey derAusmessung eines Ackers oder Wiesenftückövon unbeträchtlicher Größe, alle kleinenFehler, die sowohl aus Unvorsichtigkeit,als aus dem Baue der Werkzeuge, undallerley physikalischen Ursachen entspringenkönnen, in Betrachtung ziehe.i wolle, sowürce dieses eine Mühe seyn, die ihm nie-mand belohnen würde. Ja es würde eineThorheit seyn, wenn man in solchen Fal-le» so genau verfahren wolle.
Hingegen je wichtiger eine Messung ist,und je mehr sie ins Große gehet, destovcrsichtiger muß der Gcomerer verfahren,u.id sich keiue , auch nicht die kleinstenFehler vcri'ctzlich erlauben; weil viele kleineFehl r sich Hausen, und bey einer großenF.gur, an, Ende oft eine große Unrich-tig, eil nach sich ziehen können.