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Von weltlicher Obrigkeit.
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zween fromme Hauptmanner, damit er zweymal den Tod redlichverdienet hatte- nock todtste er ihn nicht bey seinem Leben, son-dern befahl es seinem Sohn Salomon- ohn Zweifel darum, daßers nicht könnte ohn grossen Schaden und Rumor thun, 1. Kön.2, 5. Also muß auch ein Fürst die Bösen strafen, daß er nichteinen Löffel aufhebe, und zutrete eine Schüssel, und bringe umeines Schädels willen Land und Leute in Noth, und mache dasLand voll Witwen und Waisen. Darum muß er nicht folgenden Rathen und Eisenfressern, die ihn Hetzen und reitzen Krieganzufahcn, und sagen - Er, sollten wir solche Worte und Unrechtleiden? Es ist gar ein schlechter Christ, der um eines Schlosseswillen das Land in die Schanze schlagt. Kürtzlich- Hie muß mansich halten des Sprüchworts- Wer nicht kann durch die Fingersehen, der kann nicht regieren. Darum sey das seine Regel -Wo er Unrecht nicht strafen kann, ohn grösser Unrecht, da laß ersein Recht fahren, es sey wie billig es wolle. Denn seinen Scha-den soll er nicht achten, sondern der andern Unrecht, das sie überseinem Strafen leiden müssen. Denn was haben so viel Weiberund Kinder verdienet, daß sie Witwen und Waisen werden, aufdaß du dich rächest an einem unnützen Maul, oder bösen Hand,die dir Leide gethan bat?
So sprichst du denn- Soll ein Fürst nicht kriegen, oderseine Unterthanen ihm nicht folgen in den Streit? Antwort:Das ist eine weitlauftige Frage; aber auf kürtzeste, Christlich hier-in zu fahren, sage ich- Daß kein Fürst wider seinen Oberherrn,als den König und Käyser, oder sonst seinen Lehnherren, kriegensoll, sondern lassen nehmen, wer da nimmt. Denn der Obrigkeitsoll man nicht widerstehen mit Gewalt, sondern nur mit Erkennt-niß der Wahrheit-, kehret sie sich dran, ists gut, wo nicht, sobist du entschuldiget, und leidest Unrecht um Gottes willen. Istaber der Widerpart deines gleichen, oder geringer denn du, oderfremder Obrigkeit; so sollt du ihm aufs erste Recht und Friedeanbieten, wie Moses die Kinder Israel lehret. Will er dennnicht, so gedencke dein Bestes, und wehre dich mit Gewalt, gegenGewalt; wie Moses das alles fein beschreibt, 5. Mos. 19, Ist fgg.Und hierinnen mußt du nicht ansehen das deine, und wie duHerr bleibest, sondern deine Unterthanen, denen du Schutz undHülfe schuldig bist, auf daß solch Werck in der Liebe gehe. Dennweil dein ganzes Land in der Gefahr stehet, mußt du wagen, obdir Gott helfen wollte, daß es nicht alles verderbet werde. Undob du nicht wehren kannst, daß etliche Witwen und Wavsen drü-
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