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Von weltlicher Obrigkeit.
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ftr nicht zu vertrauen gewesen ist, wollte ich dir dennoch auchnicht so gar vertrauen: denn Gott soll man trauen allein.
Denke nur kein Fürst, daß ers besser haben werde dennDavid, der aller Fürsten Exempel ist, der hatte ein solchen weisenRath, Ahitophel genannt, daß der Text sagt 2 Sam. 16, 23. eShabe so viel gölten, was Ahitophel fürgab, als wer Gott selbstgefragt hatte. Noch siel er dahin, und kam so tief, daß erDavid, seinen eignen Herrn, verrathen, erwürgen und vertilgenwollte, c. 17, 1 fgg. und David dazumal wohl lernen mußte,wie aus keinen Menschen zu vertrauen ist Warum, meynestdu, daß Gott solch greuliche Exempel habe lassen geschehen undschreiben, denn nur die Fürsten und Herren zu warnen vor demallergefahrlichsten Unglück, das sie haben mögen, nemlich daß sieniemand vertrauen sollen? Denn es gar ein jammerlich Dingist, wo an Herren Höfen Schmeichler regieren, oder der Fürst sichauf andere verlaßt, und gefangen gibt, laßt jedermann machen,wie ers macht. Sprichst du: Soll man denn niemand vertrauen,wie will man Land und Leute regieren? Antwort: Befehlenund wagen sollt du; vertrauen und dich drauf verlassen sollt dunicht, ohn allein auf Gott. Du mußt je die Aemter jemand be-fehlen und mit ihm wagen; aber nicht weiter vertrauen, dennals dem, der fehlen möge, und du weiter zusehen und nichtschlafen müssest: wie ein Fuhrmann seinen Rossen und Wagenvertrauet, die er treibet, aber laßt sich nicht von ihnen selbst fah-ren, sondern halt Zaum und Geisseln in der Hand, und schlaftnicht. Und merkt die alten Sprichwort, die ohn allen Zweifeldie Erfahrung gelehret hat, und gewiß sind: Des Herrn Augemacht das Pferd fett. Item: Des Herrn Fußstapffen tüngen denAcker wohl; das ist, wo der Herr selbst nicht drein siehet, undsich auf Rathe und Knechte verlaßt, da gehet es nimmer recht.Das will auch Gott so haben, und läßt es geschehen, auf daß dieHerren gezwungen werden aus Noth, ihres Amts selbst zuwarten, wie ein jeglicher seines Berufs, und alle Ereaturihres Wercks pflegen muß; sonst werden Mastsau und un-nütze Leute aus den Herren, die niemand, denn ihnen selbst,nütze sind.
Aufs dritte, daß er acht habe, wie er mit Uebelthatern rechtfahre. Hie muß er gar klug und weise seyn, auf daß er ohn derandern Verderben strafe. Und weiß hie kein bessers Exempelabermal, denn Davids. Der hatte einen Hauptmann, mit Na-men Joab, der that zween böse Tücke, und erwürgete verratheriscb