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10 (1828)
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271
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Von weltlicher Obrigkeit.

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aber sage euch, man soll keinem Uebel widerstehen- sondern sodich jemand auf den rechten Backen streicht, dem halt auch denandern dar; und wer mit dir rechten will, daß er dir den Rocknehme, dem laß auch den Mantel dazu. Und wer dich eineMeile zwinget, mit dem gehe zwo Meilen. Item Paulus Rom.12, 19. Meine Liebsten, schützet euch nicht selbst, sondern gebetRaum Gottes Zorn, denn es stehet geschrieben- die Rache istmein, ich will vergelten, spricht der Herr. Item, Matth. 5, 44-Habt lieb eure Feinde, thut wohl denen, die euch hassen. Und1, Pet. 3, 9- Niemand bezahle Böses mit Bösem, noch Schelt-wort mit Scheltwort w. Diese und dergleichen Sprüche lautenje hart, als sollten die Christen im Neuen Testament kein welt-lich Schwerin haben.

Daher auch die Sophisten sagen, Christus habe Mosss Ge-setz damit aufgehaben; und machen aus solchen Geboten Räthefür die Vollkommenen, und theilen die Christliche Lehre undStand in zwey Theile. Einen heissen sie den vollkommenen;dem urtheilen sie solche Rathe zu- den andern den unvollkomme-nen; dem urtheilen sie die Gebote zu. Und thun dasselbe auslauterm eigen Frevel und Muthwill, ohn allen Grund derSchrift, und sehen nicht, daß Christus an demselben Ort seineLehre so hart gebeut, daß er auch das kleincste nicht will aufge-löset haben, und verdammt die zur Hölle, die ihre Feinde nichtlieb haben. Darum müssen wir anders dazu reden , daß ChristiWorte jedermann gemein bleiben, er sey vollkommen oder unvoll-kommen. Denn Vollkommenheit und Unvollkommenheit stehetnicht in Werken, macht auch keinen sondern äußerlichen Standunter den Christen; sondern stehet im Herzen,, im Glauben undLiebe, daß wer mehr glaubt und liebt, der ist vollkommen, er seyäusserlich ein Mann oder Weib, Fürst oder Bauer, Mönch oderLaye. Denn Liebe und Glauben machen keinen Unterscheidäusserlich.

Aufs dritte, hier müssen wir Adams Kinder und alle Men-schen theilen in zwey Theile- die ersten zum Reich Gottes- dieandern zum Reich der Welt. Die zum Reich Gottes gehören,das sind alle Rechtgläubigen in Christo, und unter Christo. DennChristus ist der König und Herr im Reich Gottes, wie der anderePsalm v. 6. sagt, und die ganze Schrift; und er auch darumkommen ist, daß er das Reich Gottes ansinge, und in der Weltaufrichtete. Darum spricht er auch vor Pilato Ich. 18, 38. 37:Mein Reich ist nicht von dieser Welt, sondern wer aus der