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10 (1828)
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270
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270 Won weltliche»? Obrigkeit.

aufhub, und niemand sollte ihn todten; welche Furcht er nichtgehabt hatte, wo er nicht gesehen und gehöret hatte von Adamdaß man die Mörder sollte tödten. Dazu hats Gort mit ausge-drückten Worten nach der Sündfluth wiederum eingesetzt undbestätiget, da er spricht 1. Mos. 9,6: Wer Menschen Blut ver-geußt, deß Blut soll wiederum durch Menschen vergossen werden.Welches mag nicht, als von einer Plage und Strafe von Gottüber die Mörder, verstanden werde»; denn viel Mörder durchBusse oder Gunst lebendig bleiben, und ohne Schwerdt sterben:sondern es ist von des Schwerdts Recht gesagt, daß ein Mörderdes Tods schuldig ist, und man ihn mit Recht durchs Schwerdttödten solle. Ob nun das Recht verhindert, oder das Schwerdtsäumig seyn würde, daß der Mörder eines natürlichen Todesstirbt, ist darum die Schrift nicht falsch, daß sie sagt: WerMenschen Blut vergeußt, soll durch Menschen sein Blut vergossenwerden. Denn es ist der Menschen Schuld oder Verdienst, daßsolch Recht, von Gott befohlen, nicht ausgerichtet wird; wie auchandere Gottes Gebore übertreten werden.

Darnach ists auch durchs Gesetz Mosis bestätiget, 2 Mss2l, 24: Wer jemand muthwillig tödtet, den sollt du von mei-nem Altar reissen, daß er getödtet werde. Und daselbst abermalv. 24. 23: Ein Leib um ein Leib, ein Auge um ein Auge, einZahn um einen Zahn, ein Fuß um einen Fuß, ein Hand umeine Hand, eine Wunde um eine Wunde, eine Beule um eineBeule. Dazu Christus bestätigte es auch, da er zu Petro sprachim Garten: Wer das Schwerdt nimmt, der soll durchs Schwerdtumkommen, Matth. 26, S2. Welches auch gleich wie das4. Mos. 9, 6. zu verstehen ist: Wer Menschen Blut vergeußt w.Und ohn Zweifel Christus mit diesem Wort daselbst hin deutet,und denselben Spruch damit einführet, und bestätigt haben will.Also lehret auch Johannes der Taufer, da die Kriegsknechte ihnfragten, was sie thun, sprach er.- Thut niemand Gewalt nochUnrecht, und laßt euch an eurem Solde begnügen. Wäre dasSchwerdt nicht ein göttlicher Stand, sollte er sie heissen abtreten,sintemal er das Volck sollte vollkommen machen, und recht Christ-lich unterweisen. Also, daß gewiß und klar genug ist, wie esGottes Wille ist, das weltliche Schwerdt und Recht handhaben,zur Strafe den Bösen und zu Schutz den Frommen.

Aufs andere, dawider lautet nun machtiglich, daß Christusspricht Matth. 5, 38. 39: Ihr habt gehört, daß zu den vorigengesagt ist: Ein Auge ein Auge, ein Zahn um einen Zahn. Ich