Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
Seite
261
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Capitel l7

Schade, den uns die Welt thun kann, wenn sie uns Gut, Ehre,Leib und Leben genommen hat, ohne daß sie uns nur fordert, daßwir zu Christo kommen und die Herrlichkeit sehen, dagegen alleihr Gut und Herrlichkeit lauter nichts ist. Aber wir sind zu kaltund sckwer dazu, solches zu glauben, daß wir den Trost, Saftund Kraft, so die Worte haben, nicht fühlen. Dazu ist auch dieHerrlichkeit des Dinges zu groß, daß (wie gesagt) in unser Hertznicht gehet. Denn es ist zu ferne von Sinnen und zu hoch überMenschen Verstand, daß unser armer, stinckender Madensack da-bin kommen soll, da er solche treffliche, göttliche Herrlichkeit ewigund stets vor Augen sehen soll, ja, daß auch durch solche Herr-lichkeit mein und dein Leib, in der Erden verfaulet und von Wur-men gefressen, so vielmal klärer und Heller werden soll, denn dieSonne und Sterne. Denn solches alles bringet solch Anschauender Herrlichkeit mit sich, dazu alles, was wir im ewigen Lebenund Seligkeit haben und gemessen sollen,, welches kein Menschausreden, noch mit Gedancken erlangen kann. Esa. K4, 4.,t. Cor. 2, 9.

Denn du hast mich geliebet, ehe denn die Well gegrün-det war.

Die Herrlichkeit sollen sie sehen, wie ich dein Sohn bin,nicht allein, als in die Welt gesandt und von der Jungfrauengeboren, sondern auch von Ewigkeit, als dein einiger Sohn ge-liebet, vor der Welt Anfang: das ist, wie ick gleicher, einigerGott sey mit dir, von Ewigkeit geboren; denn er ihn nicht höherkann lieben, ohne daß er ihm gleiche, ewige Gottheit gibt. Sol-ches wird wol jetzt gepredigt und geglaubt, ist aber noch zugedecktund scheinet nicht, darum muß es wohl erklaret und immer ge-trieben seyn durchs Wort, (wie er bisher gethan bat,) so lange,bis wir es ohne Deckel und Vorhang vor Augen sehen.

25. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht.

Ich predige und sage ihnen alles, was die rechte ErkenntnißGottes sey, nemlich, daß nichts vor dir gelte, denn die blosse Zu-versicht deiner Gnade und Güte, umsonst geschenckt, und wie siedurch mich alles haben müssen; so wollen sie mich und meinWort weder sehen, noch hören, soll alles nichts seyn, und ihrDing, Weißheit, Gerechtigkeit und Werck soll allein gelten undalles ausrichten. Darum thust du ja hertzlich reckt, daß du sielässest in ihrer verstockten Blindheit zu ihrem Vater, dem Teufel,fahren, daß sie nichts von meiner Herrlichkeit, weder im Wort