Capitel 17.
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taglich herzukommen sollen,) alle zumal ein Ding werden durchden Glauben. Zum andern, daß durch solche Einigkeit kund undoffenbar werde in der Welt, wie Christus vom Vater gesandt,und wir durch ihn geliebet werden. Denn an den beyden Stü-cken, nemlich am Wort und Glauben, liegt es alles: wer die vcr-leuret oder entfallen laßt, der hat alles verloren; da ist kein Rarh,Hülfe, noch Trost, und hilft keine Frömmigkeit, Werck, noch Le-ben mehr. Denn es ist keine Einigkeit, noch Christus da; alsoauch kein Wort, noch Erkenntniß des Vaters. Summa, dasLicht ist verloschen, daß man keinen Weg treffen kann, und inFinsterniß tappet und jämmerlich irre gehet, von dem Teufel nachalle seinem Willen gejagt und getrieben, wie wir auch, leider,bisher wohl erfahren haben.
Und liebest sie, gleichwie du mich geliebet hast.
Das ists, das endlich folgen soll aus dem Erkenntniß undWort, daß unsere Hertzen fröhlich und ungezweifelt sagen kön-nen, daß sie Gottes liebe ^ nder seyn, und einen freundlichen,gnädigen Vater haben. Denn das gehöret Christo und seinemAmte zu, daß er uns durch sein Wort auss allersicherste mache,daß man sich aller Liebe und Gnade zu Gott versehe, und solcherLiebe, damit er Christum, seinen einigen Sohn, von Ewigkeit zuEwigkeit geliebet hat: daß es Heisse eine Liebe in Christo und umChristi willen, Summa eine überschwengliche, ewige Liebe, diekein Menschenhertz begreissen kann. Siehe, das ist die tressliche,unaussprechliche Herrlichkeit, uns in Christo gegeben, aber alleinim Wort und Glauben, so lange bis wirs in jenem Leben auchgegenwartig vor Augen sehen werden, wie folget:
24. Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bey mir seyn,die du mir gegeben hast.
Das ist das letzte, aber das tröstlichste Stücke in diesem Ge-bete für alle, die an Christo hangen, daß wir gewiß und sicherseyn, was wir endlich zu hoffen haben, wo wir Ruhe finden undbleiben sollen, weil wir hier in der Welt elend, verstofsen, undkeine gewisse bleibende Statt haben.
Denn wir haben gehört, daß, wer ein Christ ist, der mußsich aller Welt Gunst, Gnade, Sicherheit, Gemach und Ruhe ver-zeihen, und des Teufels Fußtuch seyn, daß er ohne Unterlaß mußin Gefahr stehen Leibs und Lebens, und alle Stunden des Todesgewarten. Nun ist gar ein schrecklich, greulich Ding um denTod, sonderlich wenn er immerdar vor Augen stehet, und derMensch nicht weiß, wohin er den ersten Trit setzen, oder über
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