Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
Seite
247
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Capitel 17.

seyn, und Gott dem Vater so hertzlich wohlgefallet und so kost-lich achtet, wenn wir den Christum preisen und werth halten.

11. Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der

Welt, und ich komme zu dir.

Iweyerley Ursache hat er angezogen, warum er für sie bit-tet. Die erste, daß er spricht: Sie sind dein und mir gegeben,das ist, von der Welt in dein Reich und Eigenthum, Gnade undSchutz genommen. Zum andern: denn ich bin in ihnen verkla-ret, das ist, weil sie mich preisen und bekennen, als den, der alleshat, was dein ist. Zu diesen setzet er die dritte, daß er nun vonihnen gehet und sie hinter sich laßt in der Welt, unter allerleyGefahr, Unglück und Verfolgung. Denn, daß er sagt: Ich binnicht mehr in der Welt, redet er, als der jetzt hinwegfahren undsterben soll, und schon gar von der Welt geschieden ist, wie auchder Prophet Jesais S3, 8. zuvor von ihm gesagt hat: Er ist ausdem Lande der Lebendigen weggerissen und abgehauen! gleich alsder mit Gewalt von diesem Leben ausgestossen und sich allerdingsverzeihen muß, daß er nimmer dieses Lebens lebet, sonderngar eines andern Lebens, welches er heißt zum Vater gehen.

Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen.

Das wäre alles aus unser Deutsch so viel gebeten: LieberVater, du wollest sie behüten vor aller falscher Lehre, daß sie beydeinem heiligen Wort und reinem, lauterm Evangelio bleiben,dadurch auch sie heilig werden, und nicht davon fallen, noch gera-then auf falsche, scheinende Heiligkeit; denn es ist doch sonst ver-loren, wo du nicht haltest. Denn der Teufel ist zu schalckhaftig,und der Schein und Aergerniß falscher Lehre ist so groß, daß nichtmöglich ist, mit aller unsrer Klugheit und Kräften zu überwin-den, und (wie Christus selbst sagt, Matth. 24, 24.) auch sie,die Auserwahlten, kaum entgehen, daß sie nicht in Irrthum ver-führet werden.

Siehe, das heißt nun in seinem Namen bleiben und erhal-ten werden, wenn man das Wort rein und lauter im Hertzenbehält. Denn das ist Gottes Name oder Ehre und Preiß, daßer also gepredigt und erkannt werde, daß er allein aus lauterGnade durch Christum Vergebung der Sünden schencket unduns selig machet. Wer in dieser Lehre oder Glauben bleibet, derist Gottes eigen, daß er ihn seinen Gott und Vater heißt, undnach ihm genennet und auch heilig ist. Denn, wie Gott ist, soist auch sein Wort und sein Name, und wie der Name heilig ist,so werden wir auch dadurch rechtschaffen heilig, nicht durch unser