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Capitel 17. 245
Weise mag zuwege gebracht werden, denn durch Christi Wort.Wer das höret, der krigt ein recht Erkenntniß, das ihn gewißmachet und nicht lässet fehlen: also, daß er wider alles Eingebendes Teufels und seines eigenen Gewissens Anfechtung schließenund sagen kann: Nun weiß ich, daß ich einen gnädigen, freund-lichen Vater im Himmel habe, der durch unaussprechliche, hertz-lichc Liebe und Güte seinen lieben Sohn, Christum, mir gesandtund geschencket hat mit allem, was er erworben und ausgerich-tet hat, daß ich lich weder vor Sünde, Tod noch Teufelfürchten darf; allein, daß man bey dem Vater bleibe, und alleandere Gedancken ausschlage, und nichts anders von Gott hörennoch wissen wolle, ohne was Christus redet. Denn, wie ich im-mer gesagt habe, das ist der einige Weg, mit Gott zu handeln,daß man nicht anlauffe, und die rechte Stuffe oder Brücke, dar-auf man gen Himmel führet, daß man hierni.eden bleibe und sichhänge an diß Fleisch und Blut, ja, an die Worte und Buchsta-ben, die aus seinem Munde gehen, dadurch er aufs allerfeinstehinauf führet zum Vater, daß wir keinen Zorn noch schrecklichBild, sondern eitel Trost, Freude und Friede finden und fühlen.
9. Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt.
Da schüttet er das Gebet heraus und zeiget an, warum esihm alles zu thun ist, nemlich, um seine lieben Christen. Denn,nachdem er droben (V. 5.) hat angefangen, seinen Vater zu bit-ten, daß er ihn wollte verklären, und mit vielen Worten crzehlet,wie er den Vater verkläret habe durch seine Predigt und Offen-barung bey den Seinen, also, daß sie sein Wort angenommenund den Vater erkannt haben w.: so besiehlet er sie nun demVater, als die, in welchen er verkläret muß werden, daß er sie inder Welt erhalte bey dem, das sie nun haben.
Das ist aber wiederum schrecklich, daß er spricht: Ich bittenicht für die Welt. Da lasset uns je zusehen, daß wir nicht un-ter dem Haufen funden werden, für welche er nicht bitten will.Denn daher kann nichts anders folgen, ohne daß sie gar verlorenseyn, als derer sich Christus schlechts äussert und nichts von ihnenwissen will. Das sollte je die Welt schrecken, daß sie vor Zitternerstarrete für solchem Urtheil. Aber sie hälts nur für ihren Spott,machet ein Gelächter daraus und bleibet in der greulichen, ver-stockten Blindbeit. daß sie es so sickcr in den Wind sckläaet und