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Capitel 17.
und was deine Seligkeit betrifft, sehen und wissen mögest.Du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort be-halten.
Da fasset er beydes zu Haufen, daß sie des Vaters Kinderund Christi eigen sind, und machet Einen Kuchen draus. Siesind meine Schüler und doch vorhin längst von Ewigkeit deingewesen. Warum? Denn sie haben dein Wort behalten.
7. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sey
von dir.
Siehe, das ist die Frucht des Worts, wo es angenommenund behalten wird, daß man solch Erkenntniß krigt aller Gnadeund Güter vom himmlischen Vater, uns gegeben durch denHerrn Christum, und sich fröhlich und getrost darauf erwegmund verlassen kann, welches keine menschliche Vernunft nochWeisheit, ja , auch des Gesetzes Predigt nicht kann geben. Dißist das rechte helle Licht und Klarheit, da man Gott recht.unterAugen siehet mit aufgedecktem Angesicht, ohne alle Decke oderBorhang, wie St. Paulus sagt, 2. Cor. 3, 18.
8. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen
gegeben.
An dem Wort liegt es gar, dadurch empfahen und überkom-men wirs alles; allein, daß man wisse, daß alles des Vaters Wortsey, was Christus redet, und sich allein an den Mund hange, zurückgeschlagen alle andere Gedanckcn, oder was jemand vorkommenmag, und sage, daß es solche Kraft und Frucht schaffe, daß siedadurch des Vaters Willen und Hertz erkennen, und alles waszu ihrer Seligkeit noth ist, darinne haben, wie die folgendenWorte noch weiter zeugen:
Und sie Habens angenommen und erkannt wahrhastig,daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß dumich gesandt hast.
So ist nun die Meynung wie vor: So viel schaffet dasWort, wo es angenommen wird, daß man erkennet, daß Chri-stus von Gott ausgangen und gesandt ist, das ist, daß alles,was er redet, Gottes Wort und Wille, und was er thut undschaffet, des Vaters Werck und Befehl ist, und das alles, uns zuhelfen. Denn diß ist das Erkenntniß, davon er droben (V. 3.)hat gesagt, daß darinnen das ewige Leben stehe, aber ein solcberSchatz, der aller Welt verborgen ist, daß sie nimmermehr dazukommen, und eine solche Kunst, die keine Vernunft nochheit auf Erden erlangen kann, auch durch kein ander Mittel noch