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10 (1828)
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Capitel 17.

klarlich, daß dieser Spruch nicht vom künftigen Leben geredk sei,weil Christum erkennen, als vom Vater gesandt, nichts andersheißt, denn glauben und wissen, wie er auf Erden kommen, fürunsere Sünde gestorben, vom Tode auferstanden, Vergebung derSünde uns erworben und geschencket hat, welches alles in diesesLeben gehöret.

4. Ich habe dich verklaret auf Erden, und vollendet das Werck,das du mir gegeben hast, das ich thun sollte.

Da haben wir bereits dreyerley Verklaren. Droben (V. 1.)hat er also gebetet, daß ihn der Vater wolle herrlich machen, aufdaß er durch seine Herrlichkeit oder Verklarung wieder herrlichwerde; deren sind zwey. Nun spricht er hier, er habe den Vaterschon verkläret, und bittet abermal, daß ihn der Vater auch ver-klare bey sich selbst w. Was aber jene zwo Verklärungen in sichhaben, ist genug gesagt, aus welchem auch dieser Text klar undleichte wiro. Der Herr Christus, da er auf Erden ging, verklä-rete er den Vater also, daß er seinen Preis, Lob und Ehre großund herrlich machte, wie man allenthalben im Evangelio siehet,daß er immerdar prediget und rühmet, wie er vom Vater gesandtsey, und alle seine Worte und Wercke, was er lebet, thut, hatund vermag, hinauf zeucht und dem Vater zueignet; welches auchist fast das gantze Leben und Wesen eines Christenmenschm so-wol, als Christi selbst, daß er Gott allein zu Lob und Ehrenlebe, seine Gnade und Wohlthat erkenne und ausrusse.

Solch Werck und Verklärung ist nun ausgerichtet, swill ersagen,) darum verkläre mich nun wieder. Das lautet eben, alssollte er abermal sagen, wie droben: Soll ich deine Herrlichkeit,Ehre und Preiß aufbringen, so muß ich in Finsterniß undSchande kommen. Denn weil er des Vaters Willen thäte, pre-digte und Wunder that, und ging in dem Wesen, das Gott ge-fiele, ward ihm die Welt feind, und konnte ihn nicht leiden; dar-um mußte er um seinetwillen verdunckelt und unterdrückt undzum schmählichsten Tode verdammt werden. Also vollendete erdas Werck, das ihm gegeben war. Weil er nun solches suhletund weiß, daß er über des Vaters Preiß muß alle seine Ehreund Herrlichkeit verlieren, so bittet er, daß ihn der Vater nichtlasse in der Finsterniß stecken, sondern aus der Schande und Todehervorziehe, zu Ehren und an das Licht bringe, das ist zumHerrn und König mache. Alsdenn soll das dritte folgen, darumer anfanglich gebeten hat, daß er den Vater auch sörder verklare