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10 (1828)
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237
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Capitel 17.

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auf daß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm ge-geben hast.

Hier hörest du, daß er nicht um seinetwillen bittet, als, dieKlarheit bey sich zu behalten, sondern, daß sie uns nütze unddiene, das ewige Leben zu haben. Und um defselbigen willenrühmet er, wie er solche Macht habe vom Vater über alles, wasauf Erden groß und gewaltig ist und jetzt in höchsten Ehren da-her fahret, daß er sein armes Haustein, so an ihm hangen, inder Welt verdruckt, Schande und Schmach leiden, kann und willzu solchen Ehren bringen, daß sie ewig leben sollen. Und will soviel sagen: Ich habe ja alle Könige, Fürsten und was da lebt inFleisch und Blut, in meiner Hand, daß ich meinen lieben Chri-sten von Sünde, Tod und allem Unglück helfen kann, ohne daßes jetzt nicht offenbar ist, weil ich in solcher Schwachheit und Un-ehre daher gehe. Darum ich bitte, daß du mich verklarest, aufdaß ich solches offenbar machen und beweisen möge.

Da stehet unser Trost und Trotz wider alle unsere Feinde,daß wir, so an Christum glauben und an seinem Wort hangen,eben die sind, die ihm sind zu eigen gegeben von Gott dem Va-ter, und er sich unserer annehmen, schützen und erhalten will:daß, wie hoch die Welt wider uns empor fahret und schwebet,soll sie dennoch unter dem Herrn Christo bleiben, daß sie unsnichts schaden, sondern, wie tief sie uns unterdrückt, nur mehrzum ewigen Leben fördern müsse. Darum sollten wir ohne Un-terlaß die Hände aufheben, Gott loben und dancken, daß er unsunter die Zahl rechnet, so zu ihm gehören und sein eigen sind,weil wir wissen, daß wir sein Wort haben, und um desselbigenwillen verfolget werden und die Welt zum Feinde haben. Dennwer solches sicher und gewiß ist, soll keinen Zweifel haben, daß erzu diesem Haustein gehöre, welches das ewige Leben haben soll.

3. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, daß du alleinwahrhastiger Gott bist, und, den du gesandt hast, Je-sum Christum erkennen.

In diesen Worten drücket er aus, was und wie das ewigeLeben gestalt sey. Denn weil er gesagt hat, daß er die Machthabe, das ewige Leben zu geben, möchte jemand nun fragen:Worinnen stehet denn das ewige Leben, oder wie gehets zu, daßwirs empfahen? Darauf will er antworten, und spricht: Alsogehets zu, und dadurch oder auf die Weise sollen sie es empfahen,daß sie dich allein wahrhaftigen Gott und, den du gesandt hast,Jesum Christum erkennen.

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