Capitel 16.
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schon alles geschehen, Welt, Teufel und Tod ist geschlagen undliegt, Himmel, Gerechtigkeit und Leben hat den Sieg.
Nicht mehr, denn nur solches in die Welt gebracht, und daSchglniolnm, oder Siegsliedlein, und ein fröhlich: Christ ist erstan-den! gesungen; er hat es alles ausgerichtet, eitel Sieg gegeben,allen, die es hören und glauben. Allein, daß wir solches predi-gen , bekennen und rühmen vor aller Welt, und darauf trotzen,wo man uns will augreiffen, und sagen: Was willst du thun,Tyrann, Welt und Teufel? Nimmst du mir Gut, Ehre und Le-ben? Was denn? Es heißt gewonnen, gewonnen-, denn hier istChristus, der da lebet und sieget. Lieber, laß mir den ungenom-men, oder versuche dich noch einmal an ihm, so du kannst, wasdu vermögest.
Also soll sich ein Christ gewöhnen in die Gedancken desSiegs Christi, in welchem schon alles geschehen ist, und wir alleshaben, was wir haben sollen, und hinfort nur dazu leben, daßwir solches ausbreiten und andere Leute auch dazu bringen mitVermahnen und Reitzen (durch Wort und Exempel,) zudem Sieg, so Christus uns erworben und gegeben hat. Denndieser Siegsmann hat es alles ausgerichtet, daß wir nichts dazudürfen, weder Sünde tilgen, den Teufel schlagen, noch den Todüberwinden: es liegt schon alles darnieder. Was wir nock leidenund kämpffen, das ist kein rechter Kampf, sondern nur ein Preis,oder ein Stück des Ruhms von diesem Siege. Denn unser Lei-den, ja aller Märtyrer und Heiligen Leiden und Blut würde unsden Sieg nicht erlangen. Es ist nicht mit unserm Thun ausge-richt, Sünde, Tod und Hölle zu schlagen und unter die Füsse zutreten, wie des Pabsts Haufe zur Schmack und Lästerung Christileugnet- Ich komme hier zu langsam mit meinem Kampffc; esmuß zuvor gewonnen und der Sieg da seyn, soll ich anders Trostund Friede haben. Ich, spricht Christus, habe es schon gethan;allein, nehmet ihrs an, und brauchet des Sieges also, daß ihr da-von singet, rühmet und pranget, und seyd nur getroste Leute.
Siehe, das ist der freundliche Abschied und tröstliche letzteWort, so Christus den Seinen lässet und gerne wollte ins Hertzreden. Wiewol es die Apostel auf dißmal nicht verstanden ha-ben, und wir auch noch nicht verstehen, weil wir ausser der An-fechtung sind: doch haben wir durch Gottes Gnade gefthen, daßder Heilige Geist vieler Hertzen, wenn es ans Treffen kommen,der Worte erinnert und damit gestarckt, daß sie auf den Sieg al-les erlitten und davon gefahren sind. Gott helfe auch uns, und