Capitel 14.
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mehr sehen, ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, undihr sollt auch leben.
Er fahret immer fort, der liebe Herr Christus, mit freund-lichen, tröstlichen Worten, daß er sie bereite und geschickt mache,sich in ihrem Trübsal, Trauren und Leiden sein zu trösten, und.Ulf ihn einen Muth zu schöpsfcn wider alles, das sie anflehtet.Denn darum ist es ihm alles zu thun an seinem Abschied undLetze, so er allster von ihnen nimmt, und ihnen das hohe Werckbesihlct, und sehr viel vertrauet, nemlich sein liebes Wort unddas gantze Regiment des Himmelreichs, und siehet doch, daß sichdie gantze Welt wird wider sie setzen, und alle Teufel aus derHölle wider sie toben werden.
Darum spricht er nun: Es soll bald angehen, und ist nochum eine Nacht zu thun, so wird mich die Welt nicht mehr sehen.Als sollte er sagen: Es ist so böse, gifftig Ding um die Welt,daß, wer sein Trost und Heil auf die Leute will setzen, der istschon verloren. Denn ich Habs versucht und erfahren. Ich binkommen, ihr zu helfen, und habe alles gethan, was ich an ihrthun sollte: so will sie mich nicht leiden, und des Vaters Zeug-niß und des Heiligen Geistes Predigt und Werck weder anneh-men, noch wissen, sondern schlechts des Teufels seyn und bleiben.
Darum will ich auch ihr aus den Augen gehen, daß sie michnicht sehen soll, und doch also machen, daß sie mich muß auf Er-den leiden und lassen regieren. Denn ob ich wol mich creutzigenlasse und diesem Leben absterbe, will ich doch dadurch in ein an-der unsterblich Leben gehen und kommen, darinne ich ewig regie-ren werde-, alsdenn soll erst mein Reich recht angehen. Dennweil ich also gehe sterblich vor ihren Augen, so ist kein Aufhörendes Tobcns und Wütens wider mich, wollen und können michnicht lebendig sehen noch leiden, bis sie mich zum Tode brachthaben. Aber ich wills bald ein Ende machen, daß sie an mirthun, was sie wollen, und mich nicht mehr sehen, wie sie begeh-ren, und doch eben damit das ausrichten, daß sie mich ohne ihrenDanck in meine Herrlichkeit und Regiment bringen, welches siemüssen leiden, und soll es niemand wehren. Also ist diß zu ho-hem Trotz geredet der schandlichen, bösen Welt, so Christum undsein Wort verfolget, als der ihr nicht will die Ehre thun, daß sieihn mehr sollte sehen predigen oder Wunder thun; und weil sieihn nicht wollen bey ihnen leiden, will er ihnen auch weit genugaus den Augen kommen.
Aber ihr, meine Jünger und Christen, so ich jetzt hinter mir