Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

146 Capitel I4>

und Sie., gabc; item, 1. Mos. 41, 46. ff., durch Joseph deingantzen Land Egypten geholfen ward; deßglcichen, durch Danieldem Königreich im Persenland; item, der cinzcle Prophet Jc-saias durch sein Gebet des Käpscrs von Assyrien Heer zu lcdeschlug. Also haben vorzeiten die Römer, Perser und andere oftgroß Glück und Sieg im Kriege gehabt, allein um der Christenwillen.

Das sage ich, daß man diesen Text desto baß verstehe, wiedurch die Christen ohne Unterlaß die allergrössesten Wercke gesche-hen in der Welt, ob sie wol nicht anzusehen sind, noch erkanntwerden, beyde, im geistlichen und auch im leiblichen Wesen undRegiment, als ncmlich.- Zustörung des Teufels Reichs, Erlösungder Seelen, Bekehrung der Hertzen, Sieg und Erhaltung desFriedens bey Landen und Leuten, Hülfe, Schutz und Rettung inallerley Plagen und Nöthen. Solches alles spricht er, soll durchdie Christen geschehen, weil sie an Christum glauben und allesvon ihm, als dem Haupt, hergehet, ja, auch durch einen jegliche»insonderheit, daß er möchte sagen: Die Wercke, die ich thue, diethue ein jeglicher Christ, so heute getauft ist.

Weil wir denn solchen Schatz haben, so haben wir alles,und sind Herren über alle Herren. Bettler sind wir auf Erden,wie Christus auch selbst gewcst ist, aber vor Gott sind wir über-schüttet mit allen Gütern.- daß die Welt gegen uns elend undbloß ist, und ohne uns auch ihre Güter nicht behalten kann, ichaber, wenn ich sterbe, habe ich doch solche Güter, die mir bleibensollen; denn ich habe den Herrn Christum selbst, so droben imHimmel sitzet, du aber mußt alsdenn nacket und bloß davon schei-den und nicht einen Faden mit nehmen, und dort auch alles Gu-ten beraubt seyn, ob du gleich ein machtiger König wärest, undaller Welt Gut hattest. Aber ein Christ soll seiner Güter nichtein Harlcin hinter ihm lassen; denn er hat bereits seinen Schatzdroben im Himmel in und mit Christo, wie St. Paulus, Ephes.2, 6., sagt, daß wir schon durch ihn gesetzt sind in das himmli-sche Wesen. Jetzt ist es wol nicht offenbar; aber am JüngstenTage wird alle Welt müssen sehen, was der arme Lazarns, dervor des Reichen Thüre nicht die Brosamlein hatte, so von seinemTische sielen, für Reichthum und ewige Herrlichkeit haben wirdim Himmel, da der reiche Wanst samt aller ungläubigen Weltwird m ewiger Glut liegen und brennen. Luc. 16, 19. ff.

Nun, was ist denn die Ursache, warum die Christen solleneben so grosse und grössere Wercke thun, denn er selbst? Keine