Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
Seite
131
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Capitel 14. 131

ben und aller Zuversicht des Hertzens an mich; ich will die Brü-cke seyn und dich übertragen, daß du sollt in einem Augenblickaus dem Tode und der Höllenangst in jenes Leben kommen.Denn ich bins, der den Weg oder Bahn selbst gepflastert, undselbst gegangen und übergefahren bin, auf daß ich dich und alle,so an mir hangen, hinüber bringe-, allein, daß du dich angezwei-felt auf mich setzest, frisch auf mich wagest, und getrost und fröh-lich dahin fahrest und sterbest in meinem Namen.

Siehe, also müssen wir den Herrn Christum lernen ansehenund kennen, nickt, als der uns nichts mehr nütze, denn mit sei-ner Lehre und Exempel, und nun von uns hinweg sey, (wie an-dere Heiligen,) sondern also, daß er stets bey und in uns sey undbleibe, welches geschiehet, so ich vestiglich an ihn glaube, daß erder Heiland sey, für mich durch den Tod gegangen zum Vater,daß er mich auch dahin bringe. Also bin ich auf der rechtenStrasse, darauf man gehet und fahret von diesem Leben in jenes,welcher Gang sich anfahrt in der Taufe, und dieweil der Glaubeda ist, fahret der Mensch immer fort auf derselbigen Strasse, biser gar hindurchkömmt durch den Tod. Denn der Glaube irretnoch fehlet nicht, sondern, wo der Christus bleibet, daran er han-get, da muß er auch seyn und bleiben. Und je starcker der Glaubeist, je gewisser dieser Weg gegangen wird. Denn diß gehen heißtnichts anders, denn immer in dem Glauben zunehmen, und jelänger, je gewisser werden des ewigen Lebens in Christo. Wo ichnun in solchem Glauben bleibe, und der Tod mich angreift undniederwirft, oder sonst also frisch dahin würget durch Schwerdt,Feuer w. und alle fünf Sinne hinwegnimmt - so ist der Wegschon vollbracht und ausgericht, daß ich dahin komme, da ich hinsoll und in jenes Leben springe.

So will er hicmit seine Jünger und Christen dazu zurüstenund bereiten, daß sie immerdar gewarten des Ganges zu jenemLeben. Also sollte er sagen: Es wird nun viel anders mit euchwerden, weil ich von euch scheide. Der Tod wird euch täglich un-ter Augen flössen, und werdet alle Stunden warten müssen, daß^ man euch wird martern, würgen und aus der Welt jagen, daßihr auch müsset den Weg gehen, den ich jetzt gehe aus diesem Le-ben. Darum sehet zu, daß ihr alsdenn wisset, wohin ihr denFuß zum ersten setzen sollet, und den Weg treffet, der euch tragenkann, das ist, daß ihr veste an mir hanget, daß ihr nicht alsoZappelt und zaget, wie die, so von mir nichts wissen und ihrenReim führen:

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