Capitel 14.
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und Tyrannen üben ihren Trotz und Frevel immerfort wider dasEvangelium und die Christen. Aber darum heissst er uns, anihn glauben. Als sollte er sagen: Wenn ihr nur könntet diekleine Weile Geduld haben, und an meinem Wort hangen, siemerdens doch nicht hinaus singen, ob sie jetzt alle noch viel böserwären; denn es ist schon beschlossen, und das Urtheil ist zu starcßgegangen, sie wird das Stünblcin treffen, das sie schrecken undihnen so bange und angst machen wird, daß sie nirgend werdenzu bleiben haben. Allein ists darum zu thun, daß ihr die Augenrecht auflhut, und nicht ansehet, wie es vor denselben gehet undstehet, sondern, was ich rede und sage, daß ich euch nicht will las-sen, noch von euch bleiben, sondern zu euch kommen und euch zumir nehmen, also, daß ich bey euch, und ihr bey mir bleibet w.Das hat St. Paulus also ausgelegt, daß, wenn wir getauft sind,so haben wir schon Christum in und bey uns wohnen, und sindbereits gesetzt, spricht er Coloss. 1, 13. Ephes. 1, 19., aus diesemschändlichen Wesen und Reich der Finsterniß in das geistliche,himmlische Wesen, daß wir sind Bürger mit den Heiligen undGottes Hausgenossen ?c.
Zum vierten beschleußt er.- Es soll nicht genug seyn, daßihr wisset, daß ich hingehe, euch die Wohnung zu bereiten, undwieder zu euch kommen und bey euch bleiben will, daß ihr seyd,wo ich bin ic., sondern darüber habt ihr auch den Vortheil, daßihr bereits wisset, wo ich hingehe, und wisset auch den Weg. Istdas nickt Trosts und Guts genug? Was wollet ihr mehr begeh-ren und wünschen? Habt ihr doch alles, was ihr haben sollt,hundertfältig und überflüssig genug; und wo ihrs nicht hättet,so habt ihr den Meister, ders euch schaffet, und denselben also,daß er bey euch bleiben will. Dazu wisset ihr, wo ich hingehe, undwelchen Weg, daß euch je nichts verborgen ist.
Das ist nun der Weg seines heiligen Leidens, davon er ih-nen bereits viel und oft gesagt hatte, sonderlich an demselbigenletzten Abend; wiewol sie es doch nicht verstehen konnten, und ih-nen diß Wort noch dunckel war, daß sie ihn bald darauf fragen,ist aber so viel gesagt: Was soll ich euch viel sagen? Ich willeuch nicht fladdern noch schweben lassen mit Gedancken; ihr wis-sets und sehets schon alles. Denn wenn ihr mich habt, so habtihr Gott und alles, und wenn ihr mich sehet hingehen, so sehetihr schon den Weg. Ich will euch keinen andern Weg weisen,noch andere Weise vorschlagen, es ist schon alles da; allein, daßeuer Hertz nur zufrieden sey, und sich nicht dafür entsetze, ob euch