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bereit und versehen sey, wo er bleiben soll. Daß aber Christuswill hingehen, und dieselbigen bereiten, deutet er auch so scharfdaß eS nichts anders Heisse, denn daß wir dazu bereitet werden!Das ist wol eins feine scharfe Auslegung und eine gute Catachre-sis; aber wir wollen nicht so hoch fahren, als er fahret, sondernaufs einfältigste handeln, wie es der Text selbst gibt. Er tröstetalhier seine lieben Jünger und Christen auf dreyerley Weise: Dieerste ist, daß sie wissen sollen, daß bey seinem Vater viel Woh-nungen für sie sind. Das setzet er gegen andere zweyerley Hausoder Wohnungen; als sollte er sagen: Auf Erden werdet ihrnicht viel Hauser, noch gewisse Wohnung haben. Denn alhierhat der Teufel sein Reich, sein Haus und Wohnung, da er Herrist, und sitzet in dem Seinen; darum wird er euch, weil ihr wi-der ihn und sein Reich strebet, nicht lang alhier wohnen und Hau-sen lassen. Denn er ist (wie ihm die Schrift allenthalben sei-nen Titel gibt,) ein Lügner und Mörder. Joh. 8, 44.
Wie man auch siehet in der Welt, daß sein Regiment nichtanders ist, denn in diesen zweyen Stücken, daß er die Leute ver-führet mit falscher Lehre und Gedancken, damit er sie um ihreSeelen bringe, dazu alles mit Mord, Krieg und allerley Unglückund Hertzeleid erfüllet, als ob er nichts anders zu thun habe,denn, beyde, geistlich und leiblich zu todten. Das ist sein Wesenund Amt, deß und nichts anders müssen wir uns versehen, weilwir alhier sind in seinem Eigenthum. Aber seyd deß unerschro-cken, (spricht Christus,) es soll euch nichts schaden-, könnt ihrhier kein Haus und Wohnung haben, und euch der Teufel mitseinen Tyrannen aus der Welt jagt: so sollt ihr dennoch Raumsgenug haben, da ihr bleiben sollt. Wollen sie euch nicht leidenzu Bürgern und Nachbarn, oder auch zu Gästen, und sie dleWelt allein behalten: so lasset sie behalten, und wisset, daß ihrdennoch auch sollt Wohnung, und derer viel haben.
Diß soll alhier auss einfaltigste die Meynung seyn, eben wieer an einem andern Ort spricht, Matth. 13, 29: Wer da ver-läßt Häuser, Brüder oder Schwester, oder Vater, oder Mutter,oder Weib, oder Kind, oder Aecker, um meinetwillen und umdes Evangelii willen, der wirds hundertfältig empfahen in dieserZeit, und in der zukünftigen Welt das ewige Leben :c., also seyauch hier die Meynung: Wenn man euch aus einem Hause ver-jagt, so sollt ihr viel Häuser dafür haben-, nimmt man euch ei-nerley, so sollt ihr vielfältig wieder dagegen empfahen; und sol-lens so böse nicht machen und euch so viel nicht nehmen, ihr sol-