Capital 14.
119
>M!«
,BÜ
das da gegenwartig und sichtbar ist, und wo dasselbe wendet, dawendet auch ihr Muth und Zuversicht. Darum, wenn sich dasGlück wandelt in Unglück: so fallen sie plötzlich dahin, und ver-zagen , als sey es alles mit ihnen aus. Das sind Leute, die kei-nen Gott haben, und nichts wissen, noch erfahren von solchemTrost, der da bestehen und siegen kann mitten in höchster Nothund Unglück, obgleich alles Zeitliche und Vergängliche, so mansich zu versehen und zu hoffen hat, aufhöret. Solche Leutesspricht er,) sollet ihr nicht seyn. Denn ihr habt ja GottesWort, dadurch ihr ihn habt kennen lernen und an ihn glauben.Darum sollet ihr euch kein Schrecken überwältigen noch überwin-den lassen, sondern kecklich und männlich widerstehen, und euckerzeigen, als die viel andern, gewisser», höhern Trost und Trotzwissen, denn alle Welt hat, und grosser Stärcke und Macht, dar-auf ihr euch zu verlassen habt, denn der Welt und des TeufelsGewalt und Macht ist. Lasset andere auf ihre zeitliche Gewaltund Glück trotzen und poche»; ihr aber tröstet euch, daß ihr ei-nen Gott habt und ihn kennet, und verlasset euch darauf, dgß erbey euch ist, und euch helfen kann, wie er euch durchs Wort zu-gesagt hat, und gewißlich nicht fehlen wird, obgleich alles widereuch ist, sondern euch beystehen, beschirmen und aushclfcn wird,dieweil ihr um seinetwillen alles leidet.
Glaubet ihr nun, und verlasset euch auf Gott, so glaubetauch an mich. Ist euer Glaube recht, daß ihr euch zu Gott al-les Guten versehet, so versehet euch desselben auch zu mir. Wasihr bey ihm Trosts und Hülfe suchet und gewartet, das gewartetauch von mir; ich will euch gewißlich nicht fehlen, so wenig alsGott selbst. Habe ich euch bisher geholfen, und alles bey euchgethan, was ihr bedürft habt, und mich also erzeigt, beyde, mitWorten und Wercken, daß ihr euch mein habt dürfen trösten,und kühnlich auf mich verlassen, und ich euch noch nie nicht habelassen fehlen: so will ichs auch hinfort thun, und euch nicht las-sen, ob ich gleich nicht leiblich bey euch bleibe. Denn ich habenoch dieselbige Kraft und Macht, beyde, von und mit Gott, daßichs thun kann und will; allein, zweifelt und zagt nicht, als hat-tet ihr, beyde, Gott und mich verloren, sondern stehet vest imGlauben, und lasset eure Zuversicht nicht stncken noch schwachen,ob ihr gleich sehet mich leiden und sterben, und euch hinter mirallein lassen. Und wie ihr bisher bey mir gesehen und erfahrenhabt leiblichen Beystand und Schutz: also glaubet nun auch, ob>brs gleich nicht vor Augen sehen werdet. Denn so ihr meine