Vorrede auf die Epistel St. Pauli an die Galater.
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2. Im 1. und 2. Capitel zeiget er seine Liebe gegen sie, wieer alles geredt, gethan und gelitten habe zu ihrem Nutz und Heil,daß sie ja sich alles besten zu ihm versehen sollen.
3. Darnach preiset er das evangelische Amt, welches dashöchste und trostlichste Werck ist zu Nutz und Heil der Gewissen,und zeiget, wie dasselbige edler sey, denn des Gesetzes Amt, undwie dasselbige verfolget wird, und doch zunimmt an den Glaubi-gen , und eine Hoffnung machet durch Creutz der ewigen Herrlich-keit. Aber mit dem allen rühret er die falschen Apostel, welchedas Gesetz wider das Evangelium trieben und eitel ausserliche Hei-ligkeit (das ist Heuchele»)) lehreten, und liessen die inwendigeSchande des Unglaubens stehen. Das thut er am 3., 4. und 5.Capitel.
4. Im 6. und 7. ermähnet er sie, daß sie solcher PredigtFolge thun »nit Wercken und Leiden, und beschleußt es »nit ihremLobe, daß er sie reitze, fortzufahren.
3. Im 8. und 9. ermahnet er sie, daß sie auch mit zeitlicherNahrung Steuer und Hülfe thaten den Heiligen zu Jerusalemin der theuren Zeit, welche von Anfang ihre Güter alle hattenübergeben, Apostelg. 4, 32.
6. Im 10, 11. und 12. hat er mit den falschen Apostelnzu schassen.
7. Im 13. dräuet er denen, die gesündigt hatten, und sichnicht besserten.
Vorrede auf vie Epistel St. Pauli an die Galater.
1. Die Galater waren durch St. Paulus zu dem rechtenChristenglauben und ins Evangelium von dem Gesetz gebracht.Aber nach seinem Abschied kamen die falschen Apostel, die derrechten Apostel Jünger waren, und wandten die Galater wiederum, daß sie glaubten, sie müßten durchs Gesetzes Werck selig wer-den, und thaten Sünde, wo sie nicht des Gesetzes Werck hielten,wie, Apostelg. 13, 1. auch etliche zu Jerusalem hohe Leute vorgaben.
2. Diesen zu entgehen, hebet St. Paulus sein Amt hoch,
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