Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
Seite
88
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88 Borrede auf die Epistel St. Pauli an die Epheser.

und will sich nichts weniger gehalten haben, denn ein andrer Apo-stel. Und rühmet allein von Gott seine Lehre und Amt, auf daßer den Ruhm der falschen Apostel, die sich mit der rechten ApostelWerck und Namen behelfen, dämpfte, und spricht, es sey nichtrecht, wenn gleich ein Engel anders predigte, oder er selbst,schweige denn, wenn es der Apostel Zünger, oder sie selbst anderslehreten.

3. Das thut er im 1. und 2. Eap. und schleußt, daß ohneVerdienst, ohne Wercke, ohne Gesetz, fondern allein durch Chri-stum jedermann muß gerecht werden.

4. Im 3. und 4. Capitel bewähret er das alles mit Schrif-ten, Exempeln und Gleichnissen, und zeiget, wie das Gesetz viel-mehr Sünde und Verfluchung bringe, denn Gerechtigkeit, welcheallein aus Gnaden von Gott verheissen, dur>ch Christum ohneGesetz erfüllet und uns gegeben ist.

5. Im S. und 6. lehret er die Wercke der Liebe, die demGlauben folgen sollen.

Vorrede auf die Epistel St. Pauli an die Epheser.

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1. In dieser Epistel lehret St. Paulus aufs erste, was dasEvangelium sey, wie es allein von Gott in Ewigkeit versehen unddurch Christum verdienet und ausgegangen ist, daß alle, diedaran glauben, gerecht, fromm, lebendig, selig und vom Gesetz,Sünde und Tod frey werden. Das thut er durch die drey er-sten Capitel.

2. Darnach lehret er meiden die Nebenlehrp und Menschen-gebote, auf daß wir an einem Haupte bleiben, gewiß, rechtschaffenund völlig werden in Christo allein, an welchem wirs gar haben,daß wir außer ihm nichts dürfen. Das thut er im 4. Capitel.

3. Fortan lehret er den Glauben üben und beweisen mitguten Wercken und Sünde meiden, und mit geistlichen Waffenstreiten wider den Teufel, damit wir durchs Crcutz in Hoffnungbestehen mögen.