Capitel Z,
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den Heiligen Geist, ohne Gesetz, ohne Werck ic., wie denn genugjetzt gesagt ist.
24. Welche aber Christum angehören, die creutzigen ihr Fleischsammt den Lüsten und Begierden.
Der Apostel hat gesagt, daß das Gesetz nicht sey wider denGeist, der da Früchte bringet, welche durch das Gesetz gebotensind. Also auch hinwiederum, wircken sie nicht die Wercke desFleisches; sie thun Gutes und wenden sich vom Bösen. Warum?Darum, denn sie seyn Christi, sie gehören zu Christo, nicht zuMose, nicht zu dem Gesetz. So sie aber des Herrn Christi seyn,ohne Zweifel haben sie ihr Fleisch gecreutziget; nicht durchs Ge-setz, welches das Fleisch mehr reitzet, sondern durch Christum; alswollte er sprechen: Ihr möget nicht Christi seyn, so ihr des Ge-setzes wollt seyn. So ihr des Gesetzes seyd, so creutziget ihr dasFleisch nicht, und wird wider euch seyn das Gesetz. Darum, die,so Christi seyn, sind nicht unter dem Gesetz, und zugleich creutzi-gen sie das Fleisch mit seinen Lüsten und Begierden.
Es ist aber die Forme dieses Creutzigens wohl bekannt.Denn die Nagel sind das Wort Gottes, die durch das Eintrei-ben der Gnade Gottes durchdringen, und das Fleisch verhüten,damir es nicht folge seinen Lüsten und Begierden; also Pred.Sal. >2, 1l: Dix Worte der Weisen sind wie Stacheln undwie Nagel, die in die Höhe gehesstet sind, die durch der MeisterRath gegeben sind von einem einigen Hirten, das ist, durch dieApostel und Propheten von Christo.
2ö. So wir im Geiste leben, so laßt uns auch im Geiste wan-deln.
So ist nun das die Meynung: Ich bin gewiß, daß, ob ihrgleich seyd, entweder aus dieser, oder aus meiner vorigen Lehre,in dem Geist unterwiesen worden, etliche unter euch werden blei-ben und gelassen werden schwach, die zweifelhaft seyn, und dienoch nicht mögen den rechten Glauben von den Wercken abson-dern und erkennen, als die, die nicht frischlich wollen, aus Furchtder Gewissen, von den Wercken des Gesetzes abstehen, und trauennicht gnugsam der Gerechtigkeit des einigen Glaubens. Und diealso noch seyn, die soll man nicht verachten, sondern sanftmüthig-lich erhalten, bis so lange sie auch durch den Brauch und taglicheExempel der starcken Christen werden bekräftiget und gestarcketin ihren Gewissen. Sintemal eben darum immerzu solche unddergleichen übrig gelassen werden und bleiben, gleichwie die Noth-dürftigen und Armen mitten unter dem Bolck, damit gefunden
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