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daß sie andere Leute noch auch den Frieden lehren. Sie habenaber, fürwahr keinen Verstand des Friedens, davon Paulus sa-get, Rom. 12, 18., da er spricht: Jsts möglich, so viel an euchist, so habt mit allen Menschen Friede; und Matth. Z, 9: Seligsind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes genannt.
Die vierte Frucht ist Langmuth, und ist nicht Geduld, auchnicht Erduldung; wiewol Hieronpmus für eines nehmen willGeduld und Langmütbigkeit. Aber es wird dennoch für ein an-ders angesehen, die Bösen dulden, und ein anders, ihre Unbillig-keit leiden, und doch noch warten auf ihre Besserung, ihr Heilwünschen, und nicht gedencken nach Rache, welches eigentlich derLangmülhigkeit zugehöret, Röm. 2, 4.- Oder verachtest du denReichthum seiner Gerechtigkeit, Geduld und Langmütbigkeit. DieGütigkeil ist, dadurch er ihnen guts thut; die Geduld, damit erleidet, daß sie seiner Gaben und Gutthaten mißbrauchen, als dieUndanckbaren, die da bezahlen Böses um Gutes; die Langmü-thigkeit aber, damit er wartet auf ihre Besserung.
Die fünfte ist Freundlichkeit; die sechste Gütigkeit; unterwelchen dieser Unterscheid ist: Die Freundlichkeit ist eine sanst-müthige, stille und liebliche Tugend, und allerdinge füglich zu derGesellschaft, und locket alle Welt, mit ihr Gemeinschaft zu haben.
Die siebente Frucht ist der Glaube, welchen Hieronpmusfür den nimmt, der von dem Apostel, Ebr. 11, 1., wird genannteine gewisse Zuversicht deß, das zu hoffen ist. Es mag auch derGlaube alda nicht unfüglich genommen werden für die Wahrheit,oder für die Treue, oder Einfältigkeit, die niemand betreugt, wel-cher hoch vonnöthen ist in den Handeln und Geschäften, auch ge-meinem Leben der Menschen. Daß wir auch also zween Glaubenfinden: einen gegen Gott, welchem wir getreu seyn, nicht alsofast, daß wir halten unsere Verheissung, sondern daß wir mehrglauben seinen Verheissungen; den andern gegen den Menschen,welchen wir getreu sind, halten Glauben, Bedingung, Pack, Ver-heissung.
Die achte ist Sanftmuth, die St. Hieronpmus dem Zornentgegen setzet und dem Hadern, welche von der Langmüthigkeitnicht leicht getheilet kann werden. Aber doch ist gleichwol dieSanftmuth bekannt, daß sie nicht wird gereitzet zu Zorn, sie rä-chet sich nicht; über welche die Langmuth ist, welche erwartet derBesserung der Bösen.
Die neunte ist Keuschheit, (continomia,) welche viel bessertempersntia genannt möchte werden, die wir nicht alleine in derIX. 16