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9 (1828)
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Capitel 3.

mit Fressen und Sauffen, und mit Sorgen der Nahrung, undkomme dieser Tag schnell über euch.

Das letzte ist, Fressen, welches Luc. 21, 34. wird Lrspulz Igenannt; eben als die Trunckenheit mit viel Trincken, also auchdas Fressen durch viel fressen die Hertzen beschweret. Das Wörk-lein aber Lommosstio kommet von dem Wörtlein Lomns, wel-cher bey den Griechen gebalten wird, daß er ein Gott des Wohl-lebens und des Fressens sey: daß, gleichwie von der Venere, dieUnreinigkeit und Fressen fast gewaltige Götter in der Welt seyn.Diesem dienet der Bauch, jener aber dasjenige, so unter demBauche ist. Und Lomos erhalt die Venerem und machet sie le-bendig ; denn ohne der Lerere und Lacclm ist die Venus kalt.

Am Ende thut er herzu: Und dergleichen. Denn wer möchtedoch allen Unflath des menschlichen Lebens erzählen? Dieweilauch die Hossart und eitele Ehre wohl mögen unter dem Eiserverstanden werden; Nachreden, Ehrabschneiden, Schelt- undScbmachwort, Lästerung, Geschrey, unter dem Zorn, Haß undZwietracht ic., Hinterlist, Betrug, liegen auch darunter. DerApostel hat nur etliche Theile erzahlet, damit die Galater sichnicht entschuldigen möchten, als wüßten sie nicht, welchen Lüstendes Fleisches sie widerstehen sollen.

21. Von welchen ich euch habe zuvor gesaget, und sage nochzuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottesnicht ererben.

Siehe zu, das heißt nun im Geist wandeln, und nickt voll-bringen die Lüste des Fleisches, 16., vom Geist gefübrct werden,nicht seyn unter dem Gesetz, 18., und alle Gesetz in einem Capi-tel der Liebe begriffen, 14., nemlich so die Dinge nicht geschehen.Jetzt siehest du, wie der Glaube nicht allein genug ist, und dochgleichwol der Glaube allein gerecht machet. Denn wenn der Glauberecht ist, so erlanget er den Geist der Liebe. Der Geist aber derLiebe fleucht die abgezahlten Stücke allesamt, und erfüllet alsodas Gesetz und erlanget das Reich Gottes. Aus dem folget, daßmans alles dem Glauben soll zuschreiben, der Glaube aber demWort, das Wort aber der göttlichen Barmhertzigkeit, durch dieApostel und Prediger des Worts Gottes, die gesandt werden.Daß also alle unsere Erfüllung und Fülle aus Gott sey, von wel-chem kommen alle Gaben, Jac. 1, 17.

Das sind die Dinge, die man dem Volcke soll vorhalten,und mit der Ordnung, wie es hier Paulus lehret: daß sie zuerstan ihren Kräften und Vermögen verzweifeln; das Wort des