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9 (1828)
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34
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Z4 Predigt am zehenten Sonntage nach TrinitatiS.

Kräfte sind die Wcrcke, so Gott durch etliche insonderheitausrichtet, daß sie etwas grosses thun und schassen, das durch an-dere nicht geschiehet; als, daß er St. Paulo gibt, daß er vielweiter lauft mit seinem Predigtamt, viel mehr Leute bekehret,mehr Wunder thut und Frucht schasset, denn andere Apostel :c.Wie er selbst von ihm sagt, daß er durch Gottes Gnade mehrgearbeitet habe, denn die andern alle. 1. Cor. IS, 10.

Was Aemter sind, ist leicht zu verstehen; denn ein AmtHeisset ein geordnet Ding, so in einem jeden Regiment seyn muß,daß es mancherley bestellete und befohlene Wercke habe, von we-gen deß, der die Herrschaft hat, oder einer ganzen Gemeinde, daßdamit den andern gedienet werde. Also sind in der Kirche auchmancherley Aemter, als, daß einer ein Apostel, ein andrer einEvangelist, ein anderer ein Lehrer w. ist, wie St. Paulus Ephes.4, 11. erzählet: Item, wie er 1. Cor. 14, 26. in dieser Epistelsagt, daß einer das Amt hat, die Schrift zu lesen in mancherleySprachen, der andere zu deuten und auszulegen; wie es dazu-mal geordnet war in der Kirchen: also sind Mund geordneteund unterschiedene Aemter, Pfarrherren, Prediger, Diener oderPriester, die da Beichte hören, Sacrament reichen :c.

Solches hält uns St. Paulus vor, daß wir doch lernenerkennen, was wir Christen von Gott haben, an diesen dreyenStücken, vor allen Menschen auf Erden, auf daß wir auch dafürdanckbar werden, und also derselben brauchen in Christlicher Liebe,daß, wer solche Gaben hat, damit den andern diene, und ein jeg-licher Gott in denen Gaben, die er stehet einem andern gegeben,seine Ehre gebe, und dieselben theuer und werth halte, als dieda heissen nicht unser Thun, Werck oder Geschicklichkeit, sondernGottes Aemter, Kräfte und Gaben.

Predigt am zwölften Sonntage nach Trinjtatis.2. Corinth. 3, 4 — 11.

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predigt von dem Amr des Sescyes und Evangclii.

- iese Epistel lautet ganz fremd und seltsam, denen, so nichtder Schrift und St. Pauli Reden gewohnet sind, daß ein uner-