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Neue Gedichte
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Zeitgedichte.

Du kriegst ein Kind und merkst es kaum,Jungfrau Germania.

Es windet sich ein VübeleinVon deiner Nabelschnur,

Es wird ein hübscher Schütze sein,Als wie der Gott Amur.

Trifft einst in höchster Luft den Aar,Und flog' er noch so stolz,Den doppelköpsigen sogarErreicht sein guter Bolz.

Doch nicht wie jener blinde Heid^,Nicht wie der Liebesgott,

Soll er sich ohne Hos' und KleidZeigen als Sanscülott.

Bei uns zu Land die Witterung,Moral und PolizeiGebieten streng, daß alt und jungLeiblich bekleidet sei.

14.

Verheißung.

Nicht mehr barfuß sollst du traben,Deutsche Freiheit, durch die Sümpfe,Endlich kommst du auf die Strümpfe,Und auch Stiefeln sollst du haben!

Auf dem Haupte sollst du tragenEine warme Pudelmütze,

Daß sie dir die Ohren schützeIn den kalten Wintertagen.

Du bekommst sogar zu essen —Eine große Zukunft naht dir!

Laß dich nur vom welschen SatyrNicht verlocken zu Exzessen!